Kanzlei des Jahres Steuerstreit

Stand: 01.04.2022

Ernst & Young

Es ist eine bemerkenswerte Entwicklung: Noch vor wenigen Jahren hatte kaum jemand die Big-Four-Gesellschaften auf dem Schirm, wenn es um steuerstreitige Themen ging. Verfahren und Prozesse? Das sei Sache der Anwaltskanzleien, hieß es im Markt. Doch nun sagen selbst prozessgestählte Juristen aus Wirtschaftssozietäten „An den Big Four führt kaum noch ein Weg vorbei.“ Im Gegenteil: Durch ihre personelle Schlagkraft könnten andere Einheiten kaum noch mit ihnen mithalten. Dass ihr Ruf in Bezug auf Steuerstreit so viel besser ist als noch vor einigen Jahren, liegt vor allem an einer Gesellschaft: Denn das Lob aus dem Markt gilt ganz besonders für Ernst & Young (EY). Die Auf- und Ausbauarbeit der vergangenen Jahre in Sachen Tax Litigation und Tax Controversy tragen zunehmend Früchte. Der im Markt anerkannte ehemalige Finanzrichter Martin Riegel wurde im Jahr 2014 genau dafür an Bord geholt – und sein Einstieg ist eine Erfolgsgeschichte par excellence. Im Laufe der Jahre hat Riegel nicht bloß ein speziell auf Verfahren geschultes und spezialisiertes Team um sich versammelt, das darüber hinaus auch fachlich top ist – EY hat es geschafft, die Verknüpfung von materiell-rechtlichem und prozessualem Know-how zu perfektionieren. Sprich: Immer mehr Berater anderer Sub-Service-Lines greifen wie selbstverständlich auf das Know-how des Tax-Litigation-Teams zurück. Und mehr noch: Auch in den einzelnen Bereichen hat die Big Four zunehmend Prozessexperten ausgebildet: Hatte sie in der Vergangenheit bereits ein speziell auf Verrechnungspreisstreitigkeiten fokussiertes Team in ihren Reihen, kam zuletzt auch eine stärkere Institutionalisierung beim Thema Umsatzsteuern hinzu. Dass Riegel formell ebenfalls Teil dieser Teams ist, ist nicht nur folgerichtig, es zeigt auch den Stellenwert, den Steuerstreit mittlerweile im Gesamtgefüge der großen Steuerpraxis einnimmt.