Kanzlei des Jahres Vermögende Privatkunden und gemeinnützige Einrichtungen

Stand: 01.04.2022

Ernst & Young

Big-Four-Gesellschaften haben bis heute den Ruf, zu groß und unpersönlich zu sein und zu wenig individuell zu arbeiten, um den Bedürfnissen von vermögenden Privatkunden oder mittelständischen Unternehmern gerecht zu werden. Dass das nicht für immer gelten würde, macht seit Längerem schon PwC mit ihrer spezialisierten Nachfolgepraxis klar. Nun ist auch EY nachgezogen – und zwar gewaltig, denn die größte deutsche Steuerberatungsgesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren erneuert, verjüngt und ihr Angebot auf eine integrierte Rechts- und Steuerberatung zugespitzt. Wettbewerber bescheinigen dem neuen Leiter der Abteilung Private Client Services (PCS), Dr. Christian Steger, nicht nur ein „tolles Mandantenhandling“, sondern auch ein „sehr gutes Team“ aufgebaut zu haben. Es verbindet die technologischen Möglichkeiten einer Big-Four-Gesellschaft für die steuerliche Deklaration und Bewertung sehr großer Familienkonzerne mit rechts- und steuergestalterischer sowie Industrieexpertise. So stieß vor rund drei Jahren Dr. Dominik Müller zu EY und brachte Erfahrungen aus Family Offices mit, was EY ermöglicht hat, nun als (steuerlicher) Rundumdienstleister für Family Offices zu punkten. Mit der Rückkehr des kurzzeitig zu PwC abgewanderten Dr. Patriz Ergenzinger hat EY die Beratung großer Vermögen stabilisiert, ein sehr großes Family Office lobt seine „persönliche, pragmatische und qualitativ hochwertige Beratung“. 2022 dann der nächste Schritt: Mit der Ernennung von Lara Piechulla zur Assoziierten Partnerin bringt EY eine Beraterin in den Fokus, die mit ihrer Spezialisierung auf Stiftungen und Gemeinnützigkeit ein Feld beackert, das im Bereich Private Clients noch unterrepräsentiert war. Der Abgang des Münchner Partners Dr. Christian Reiter trübt zwar das Bild, zerstört es aber nicht.