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15.02.2018

Gut verbunden: BWK erwirbt Hora-Werk mithilfe von WTS und Menold Bezler

Die Stuttgarter Beteiligungsgesellschaft BWK hat 90 Prozent der Anteile an dem Strom-Verbindungstechniker Hora-Werk übernommen. Die verbleibenden zehn Prozent erwarb Hora-Geschäftsführer Dirk Niestrat. Verkäuferin des Komponenten-Herstellers ist die Leipold-Gruppe.

Stefan Hölzemann

Stefan Hölzemann

Das Hora-Werk mit Sitz im westfälischen Bünde ist spezialisiert auf Elektrokomponenten, wie beispielsweise Messingklemmen, die in Stromverteilungskästen stecken. Mehr als 70 Mitarbeiter sind in dem Unternehmen tätig, das 1994 in die Leipold-Gruppe integriert wurde. Sie stellen inzwischen auch Bauteile für die Elektromobilität und für das energiesparende Gebäudemanagement her.

Die Leipold-Unternehmensgruppe, die ihren Hauptsitz im Schwarzwald hat, verkauft die Tochtergesellschaft nun weiter an die Unternehmensbeteiligungsgesellschaft BWK. Diese einst als Baden-Württembergische Kapitalanlagegesellschaft gegründete Gesellschaft fokussiert sich auf mittelständische Unternehmen und ist mit einem Gesamtbudget von rund 300 Millionen Euro ausgestattet. Derzeit ist sie bei 17 Firmen engagiert.

Der größte Aktionär der BWK ist mit 40 Prozent die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), 35 Prozent hält die Versicherungsgruppe Wüstenrot & Württembergische, die restlichen Anteile gehören der Hertie-Stiftung und der Landeskreditbank im Sitz in Karlsruhe (L-Bank).

Berater BWK
WTS (Köln): Stefan Hölzemann, Till Reinfeld (Düsseldorf), Stephan Franzen (alle Steuern)
Menold Bezler (Stuttgart): Vladimir Cutura (Federführung; M&A/Gesellschaftsrecht), Dr. Frank Schäffler (Restrukturierung), Dr. Jochen Stockburger (Gesellschaftsrecht), Laurent Meister (IT-Recht), Dr. Cristina Baier (Arbeitsrecht); Associates: Nadine Kunz, Andreas Augenstein (beide Gesellschaftsrecht/M&A), Marc Ehrmann (Immobilienrecht), Dr. Elisabeth Mielke (IP), Dr. Jochen Bernhard (Compliance), Dr. Frieder Werner (Arbeitsrecht), Dr. Monika König, Dr. Maike Huneke (beide Dispute Resolution), Alexander Häcker (Öffentliches Recht)

Berater Carl Leipold / Leipold-Unternehmensgruppe
Bansbach (Freiburg): Hans-Georg Schell (Steuern) − aus dem Markt bekannt
Ringel Hillebrand Schramm (München): Dr. Martin Ringel

Hintergrund: WTS-Partner Hölzemann, der 2010 von Noerr zur multidiziplinären Einheit wechselte und da schon eine breite Erfahrung  in der steuerlichen Strukturierung von Transaktionen mitbrachte, teilt seine Arbeitszeit zwischen München und Köln auf. Das Team von WTS, das hier in die Vorbereitung und Durchführung der Transaktion einbezogen war und auch mit der Tax Due Diligence betraut wurde, kam bei der BWK schon im Herbst 2017 in das Mandat.

Den Kontakt hatte die Finanzierungsberaterin FAS hergestellt, die die Financial Due Diligence durchführte. WTS hatte im letzten Sommer die Mehrheitsanteile an der FAS AG erworben, um den Geschäftsbereich Consulting weiter auszubauen. Im Jahr zuvor hatte FAS, die ihren Hauptsitz in Stuttgart hat und weiter unter ihrem Namen tätig ist, schon rund 11 Millionen Umsatz  im Finanz-, Bewertungs- und Transaktionsumfeld erzielt.

Im M&A-Geschäft vertraut BWK seit mehr als einem Jahrzehnt auf Menold Bezler, ursprünglich geht die Mandatsbeziehung auf Namenspartner Rudolf Bezler zurück. Der jüngere Corporate-Partner Cutura hatte schon 2012 die Federführung übernommen und berät seitdem bei zahlreichen An- und Verkäufen, beispielsweise beim Erwerb der Babymarken Alete und Milasan und zuletzt beim Erwerb der Print-Unternehmen der SDV-Gruppe.

Die Münchner Transaktionsboutique Ringel Hillebrand Schramm unterstützt die Carl-Leipold-Gesellschaft und die dahinter stehenden Familien schon seit dem Jahr 2000. Die multidisziplinäre Einheit berät auch regelmäßig zu Erb- und Nachfolgefragen. Im Transaktiongeschäft arbeitet Ringel regelmäßig mit der Bansbach-Gruppe zusammen, die mit sieben Standorten bundesweit Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung abdeckt. (Sonja Behrens)

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