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13.03.2018

Zeitungsverlage: Hengeler flankiert Verkauf der Frankfurter Rundschau

Das Kartellamt hat grünes Licht gegeben für den Verkauf der Tageszeitungen Frankfurter Rundschau und Frankfurter Neue Presse. Die beiden Zeitungshäuser können nun von der Zeitungsholding Hessen (ZHH) übernommen werden. Diese gehört der Ippen-Mediengruppe um die Familie Rempel und der MDV-Mediengruppe. Verkäuferin ist die Fazit-Stiftung, das Mutterhaus der Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Ernst-Thomas Kraft

Ernst-Thomas Kraft

Die Wettbewerbshüter begrüßten ausdrücklich den Wettbewerb, der nun zwischen den Regionalausgaben der Zeitungen entsteht.

Bislang verlegt die Ippen-Gruppe in Hessen Titel wie die Hessische Niedersächsische Allgemeine in Kassel, oder die Offenbach-Post. Außer den beiden Tageszeitungen kauft Ippen nun ein Anzeigenblatt, die Vermarktungsgesellschaft RheinMain.Media, die Digitalagentur Rhein-Main.Net und eine Druckerei.

Zur verkaufenden Fazit-Stiftung gehören nun noch die Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie die Verwaltungsgesellschaft Frankfurter Societät.

Berater Ippen-Mediengruppe
Inhouse Recht (München): Dr. Harald Brenner (Leiter Recht)

Berater Fazit-Stiftung
Hengeler Mueller (Frankfurt): Dr. Joachim Rosengarten (Federführung; Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Ernst-Thomas Kraft, Dr. Markus Ernst (beide Steuern; München), Dr. Alf-Henrik Bischke (Kartellrecht; Düsseldorf), Dr. Fabian Alexander Quast (Öffentliches Wirtschaftsrecht; Berlin); Associates: Dr. Thomas Lang, Till Wansleben (beide Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Philipp Otto Neideck (Kartellrecht; Düsseldorf), Dr. Peter Dieterich (Öffentliches Wirtschaftsrecht; Berlin)

Hintergrund: Brenner begleitete die Transaktion auf der Käuferseite als Inhousejurist ohne weitere externe Berater. Auch die kartellrechtliche Beratung nahm er selbst in die Hand. Bei Deals dieser Größenordnung auf hauseigene Ressourcen zurückzugreifen ist nichts Neues für die Mediengruppe um den Zeitungsverleger Dirk Ippen, der selbst als Jurist qualifiziert ist.

Mit Hengeler holte sich die Fazit-Stiftung einen langjährigen Berater. Die steuerlichen Aspekte zur Transaktion bearbeitete ihr langjähriger Steuerpartner Kraft, der neben M&A-Transaktionen regelmäßig auch  konzerninterne Umstrukturierungen begleitet. Hier bezog Kraft Tax-Counsel Ernst ein, der im letzten Herbst von Allen & Overy zur deutschen Großkanzlei gewechselt war. (Anika Verfürth, Sonja Behrens)

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