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13.04.2018

Nächster Bankendeal: Clifford-Mandantin BKB angelt sich die Wüstenrot Bank

Die Bremer Kreditbank kauft weiter zu: Nach dem Bankhaus Neelmeyer und der Oldenburgischen Landesbank übernimmt sie nun auch die Wüstenrot Bank in Baden-Württemberg. Verkäuferin ist die börsennotierte Wüstenrot & Württembergische, die zugleich eine Vertriebskooperation mit den Bremern schloss.

Dominik Engl

Dominik Engl

Die in Ludwigsburg beheimatete Wüstenrot Bank mit zuletzt rund 1,5 Milliarden Euro Bilanzsumme ist eine 100-prozentige Tochter der Wüstenrot & Württembergische (W&W). Diese Firmengruppe war 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden. Sie wird zukünftig noch die Wüstenrot Bausparkasse und die Württembergischen Versicherungen führen. Auch das Pfandbriefgeschäft, das früher von der Bank betrieben wurde, gehört inzwischen zur Bausparkasse.

Die Bremer Kreditbank (BKB) hingegen baut mit dem Ankauf der Wüstenrot Bank ihren Wirkungskreis nach Süddeutschland aus. Zudem schloss sie eine Kooperation mit dem W&W-Konzern, um auch Leistungen der Wüstenrot Bausparkasse sowie der Württembergischen Versicherungen anbieten zu können. Der Stuttgarter W&W-Konzern wird im Zuge der Vertriebskooperation Finanzprodukte der BKB ins Portfolio aufnehmen.

Hinter der stetig wachsenden BKB-Gruppe stehen der US-Finanzinvestor Apollo Global Management, das britische Investmenthaus Grovepoint Capital sowie der texanische Lehrerpensionsfonds Teacher Retirement System of Texas (TSR). Nachdem sie 2016 das Bremer Bankhaus Neelmeyer übernommen hatte, erwarb sie im letzten Sommer von der Allianz auch die Oldenburgische Landesbank.

Berater Bremer Kreditbank
Clifford Chance (Frankfurt): Dr. Thomas Krecek (Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Marc Benzler (Bank- und Kapitalmarktrecht), Markus Muhs (Gesellschaftsrecht/Private Equity; München), Dr. Stefan Simon (Arbeitsrecht), Dr. Dominik Engl (Steuerrecht); Associates: Dr. Moritz Petersen (Gesellschaftsrecht/M&A), Thomas Yassin Berrou, Dr. Christian Hissnauer (beide Bank- und Kapitalmarktrecht), Dr. Wenzel Richter, Konstantin Heilmann (beide Gesellschaftsrecht/Private Equity; beide München), Dr. Christopher Fischer (Arbeitsrecht)
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Thomas Emde (Bankaufsichtsrecht); Associates: Dr. Janina Heinz, Dr. Daniel Klingenbrunn
Inhouse Recht (Bremen): Steffen Fiedler − aus dem Markt bekannt

Frank Bayer

Frank Bayer

Berater Wüstenrot & Württembergische
Norton Rose Fulbright (München): Eva-Maria Barbosa (Federführung; Corporate), Dr. Cornelia Marquardt (Arbeitsrecht), Nils Rahlf, Dr. Benedikt Gillessen (beide Corporate/Kapitalmarktrecht; beide Frankfurt), Dr. Maxim Kleine (Kartellrecht; Hamburg), Dr. Frank Bayer (Steuern),Tim Schaper (Kartellrecht; Hamburg), Oliver Polster (Corporate); Associates: Stefanie Mösges, Dr. Daniel Peppersack (beide Corporate)
Inhouse Recht (Stuttgart): Dr. Margret Obladen (Federführung; Leiterin Konzernrecht), Thilo Grutschnig (Leiter Gesellschaftsrecht), Roland Haidorfer, Norbert Beule (Kooperationen), Hans Ganter, Anette Müller (Dienstleistungen), Roland Hoch, Gabriela Sternsdorff (Arbeitsrecht)

Hintergrund: Das Clifford-Team um den erfahrenen Banken-Transaktionsberater Krecek hatte die BKB bereits bei der Übernahme der Oldenburgischen Landesbank (OLB) beraten. Dem schloss sich ein Übernahmeangebot an die OLB-Aktionäre sowie eine Kapitalerhöhung an, die das Team ebenfalls begleitete. Die steuerliche Fragen regelte hier auf Käuferseite Engl, der vor zehn Jahren als Transaction Lawyer im Bereich Tax bei Clifford Chance einstieg und dort im Frühjahr 2017 zum Counsel ernannt wurde.

Auf Verkäuferseite wiederum war Of Counsel Bayer mit den steuerrechtlichen Fragen befasst. Er war 2013 zu Norton Rose gewechselt. Die Kanzlei unterstützt die  Wüstenrot-Gruppe schon langjährig und  hatte sie auch beraten, als sie 2015 ihre beiden tschechischen Versicherungstöchter an die Allianz-Gruppe verkaufte. Als Bereichsleiter Konzernrechnungswesen und Konzernsteuern amtiert bei Wüstenrot & Württembergische seit 2006 der Diplom-Fnanzwirt und Steuerberater Matthias Schell.

Die Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für die  jüngste Transaktion holt nach JUVE-Informationen Freshfields-Partner Emde ein, der die BKB bereits als Aufsichtsratsvorsitzender kennt. (Sonja Behrens)