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16.05.2018

Asien-Deal: Alibaba kauft mit Weil Gotshal E-Commerce-Plattform von Rocket Internet

Alibaba übernimmt die Daraz-Gruppe, die in der Region Südasien einen Onlinemarktplatz betreibt. Bisheriger Anteilseigner von Daraz war unter anderem die Asia Pacific Internet Group, ein Joint Venture des börsennortierten Unternehmens Rocket Internet sowie des katarischen Telekomkonzerns Ooredoo. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Tobias Geerling

Tobias Geerling

Bevor der Verkauf an die chinesische Handelsplattform über die Bühne gehen konnte, wurde die Daraz-Gruppe umstrukturiert. Wunsch des Käufers war es dabei, den Deal über eine Holdingstruktur in Singapur abzuwickeln: Dazu wurde im Vorfeld eine Holding nach US-Recht in dem Stadtstaat gegründet, erst danach wurde der Verkauf der Rocket Internet-Anteile forciert.

Seit einigen Jahren verkauft Rocket Internet eine Reihe an Beteiligungen. Zu den Käufern zählten unter anderem der chinesische Onlinehandelsgigant Alibaba, wie etwa im Fall des Onlinemarktplatzes Lazada. Alibaba seinerseits ist seit einiger Zeit auf Expansionskurs außerhalb seines Heimatmarktes. Die Finanzierung der Übernahme erfolgte durch Ant Financial, dem Finanzdienstleistungsunternehmen im Alibaba-Konzern, das unter anderem auch den Onlinebezahldienst Alipay betreibt.

Auch Mitinvestor CDC hat seine Anteile verkauft, er war 2015 bei einer Finanzierungsrunde bei Daraz eingestiegen.

Berater Alibaba
Weil Gotshal & Manges (Frankfurt): Dr. Kamyar Abrar, Tim Gardner (Hongkong; beide Federführung; beide M&A), Tobias Geerling (Steuerrecht; München), Chris Welty (Corporate; Hongkong), Michael Epstein (IP/IT; New York), Dr. Heiner Drüke; Associates: Thomas Weise, Alexander Pfefferler, Daniel Zhu (alle Corporate), Dr. Konstantin Hoppe (beide München), Simone Hagen (beide IP/IT), Ludger Kempf (Steuerrecht), Aurel Hille (Kartellrecht), Tony Fan, Joshua Alexander-Passe (Hongkong; beide Corporate), Lauren Springer (IP/IT; New York)
Inhouse Recht (Hongkong): Timothy Steinert

Sascha Leske

Sascha Leske

Berater Rocket Internet
Noerr
(Berlin): Dr. Sascha Leske (Federführung Steuerrecht), Steve Zehden (New York; beide Federführung), Prof. Dr. Christian Pleister (alle Private Equity), Dr. Thomas Thalhofer (München), Dr. Torsten Kraul (beide IP), Dr. Christoph Rieken (Gewerblicher Rechtsschutz; München), Peter Stauber (Kartellrecht), Associates: Eva Loef, Dr. Laurenz Tholen, Lucie Rohr, Alison Heinze, Dr. Anna Olbrys-Sobieszuk (alle Private Equity)
PricewaterhouseCoopers (Berlin): Daniel Kast (Steuerrecht)
Paul Weiss Rifkind Wharton & Garrison (New York): Jeanette Chan (Federführung; Private Equity/M&A)
Inhouse Recht (Berlin): Inka Brunn

Berater CDC
Willkie Farr & Gallagher (Frankfurt): Dr. Maximilian Schwab, Dr. Andreas Vath (beide Private Equity/M&A) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Rocket Internet ändert seinen unternehmerischen Fokus: Vor einigen Jahren waren die Berliner bekannt für die Gründung von internetbasierten Handelsunternehmen und Plattformen, insbesondere in Schwellenländern, nun veräußern sie viele dieser Beteiligungen und treten zunehmend als Finanzinvestor auf.

Seit vielen Jahren greift Rocket Internet auch steuerrechtlich auf Noerr zurück. Im aktuellen Fall holte sich Noerr zudem Unterstützung von PwC-Steuerrechtler Kast. Da die Daraz-Gruppe in mehreren Länder Südasiens aktiv ist, mussten unterschiedlichen Jurisdiktionen auf eine Linie gebracht werden – eine auch steuerrechtliche Herausforderung für die beteiligten Kanzleien. Die deutsche Niederlassung von Weil Gotshal & Manges erhielt den Beratungsauftrag von Alibaba über ihre Niederlassungen in China.

Wie schon beim Einstieg 2015 setzte CDC auf ein Team von Willkie. Diesmal mit Partner Schwab und Neu-Counsel Vath. (Rüdiger Frisch)