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29.08.2018

Kalifornische Sonne im Norden: CBRE kauft mit EY und Linklaters Hanseviertel

Der kalifornische Immobilieninvestor CBRE Global hat die bekannte Hamburger Einkaufspassage Hanseviertel erworben. Verkäuferin war die Allianz Real Estate, die für die Allianz Lebensversicherungs-AG auftrat. Medieninformationen zufolge soll der Kaufpreis deutlich über 200 Millionen Euro liegen.

Jan Kiesel

Jan Kiesel

Das Hanseviertel liegt in der Hamburger Innenstadt und beinhaltet neben der Einkaufspassage auch ein Marriott Renaissance-Hotel, Büroflächen, Apartments sowie ein öffentliches Parkhaus. Das Hanseviertel war in den 1980er Jahren von Allianz Real Estate entwickelt worden und steht seit Januar dieses Jahres unter Denkmalschutz. Bereits im vergangenen Jahr gab es Informationen, dass die Allianz sich von dem Gebäudekomplex trennen will. 

CBRE hatte in Deutschland bereits 2016 in den Einzelhandel investiert und in Düsseldorf zwei Karstadt-Filialen gekauft.

Für die Verkäuferin Allianz ist es die zweite Hamburger Transaktion innerhalb kurzer Zeit: Erst im Juni hatte sie zusammen mit Quest Investment Partners das Hamburger Büro- und Geschäftsgebäude Überseehaus erworben.

Berater CBRE Global Investors
Ernst & Young (Eschborn): Jan Kiesel, Timotheos Bousdoukos (beide Steuern)
Linklaters (Frankfurt): Wolfram Krüger (Federführung; Immobilienrecht), Manfred Müller (Gesellschaftsrecht; Luxemburg), Dr. Carsten Grave (Kartellrecht; Düsseldorf), Markus Wollenhaupt (Investmentfonds); Associates: Maximilian Reinhardt, Dr. Björn Strehl, Marcin Pawlik (alle Immobilienrecht), Florence Forster, Laurence Ouverleaux, Eugenie Syx (alle Gesellschaftsrecht; Luxemburg), Dr. Lukas Solek (Kartellrecht; Brüssel), Rocco Beck, Tilman Ullrich (beide Fonds)

Berater Allianz Real Estate
Berwin Leighton Paisner (Berlin): Carsten Bremer (Federführung; Immobilienrecht), Boris Strauch (Öffentliches Recht; Frankfurt); Associates: Dominik Ernst (Steuern), Dirk Wiesner, Gregor Noack (beide Immobilienrecht)
Inhouse Recht (Stuttgart): Dr. Markus Trotter-Melitz (Leiter Recht), Karl-Heinz Arnold – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Ernst & Young hat die komplette steuerliche Seite der Transaktion betreut. Kiesel berät CBRE Global Investors laufend. Der EY-Partner ist regelmäßig in Immobilientransaktionen zu sehen. Anfang des Jahres beriet er beispielsweise auch Signa Prime Selection, eine Tochtergesellschaft der österreichischen Signa Gruppe, als diese sich für den Bau des Elbtowers durchsetzte.

Linklaters verbindet ebenfalls eine längere Mandatsbeziehung mit CBRE. Die Kanzlei berät insbesondere bei Investitionen im Zusammenhang mit dem Fonds Pan European Core. So setzte der CBRE auch beim Kauf des Düsseldorfer Einkaufszentrums ‚Sevens‘ auf ein Linklaters-Team. Auch damals hatte Ernst & Young den steuerlichen Part übernommen.

Auch Berwin Leighton Paisner hat schon öfter CBRE beraten, etwa beim Kauf der zwei Karstadt-Filialen. Für die Allianz war sie 2015 beim Kauf des Stettiner Carrés dabei. Insbesondere die britische Praxis pflegt eine langjährige Mandatsbeziehung zu dem Investor. Bei der aktuellen Transaktion stand die Kanzlei jedoch auf der Verkäuferseite in allen immobilien-, steuer- und öffentlich-rechtlichen Fragen. Die Mandatsbeziehung besteht auch hier schon seit Längerem. In der Vergangenheit trat dabei oft Immobilienrechtspartner Roland Fabian als federführender Partner in Erscheinung. Er beriet Allianz Real Estate bereits, als er noch bei Linklaters tätig war. 

Beim Kauf des Überseehauses im vergangenen Monat wickelten die auch auf Immobilien spezialisierte Kanzlei Jebens Mensching und die Steuerkanzlei Hansa Partner den Deal für die Allianz und Quest Investment Partners ab. (Helena Hauser)

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