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05.09.2018

Kettenverschmelzung: Schenck Process stellt sich mit Reed Smith und EY neu auf

Die Schenck Process-Gruppe hat sich nach dem Einstieg des Investors Blackstone neu sortiert. Dabei wurden einige der fünf Gesellschaften zusammengelegt. Die Umstrukturierung war vor allem steuerlich getrieben.

Thomas Gierath

Thomas Gierath

Die Darmstädter Schenck Process-Gruppe zählt rund  2.300 Mitarbeiter. Diese stellen für die Industrie Maschinen und Messgeräte zum Wiegen und Dosieren her. Im vergangenen Herbst hatte das Private-Equity-Haus Blackstone den Mess- und Verfahrenstechniker übernommen. Verkäufer war seinerzeit der Finanzinvestor IK Investment, der das Unternehmen bereits 2007 gekauft hatte.

Im Zuge der jetzigen Umstrukturierung wurde die Schenck Process Europe mit der Schwestergesellschaft Schenck Process Asia verschmolzen, eine deutsche Gesellschaft für Asiengeschäfte. Die neue Gesellschaft heißt wieder Schenck Process Europe.

Zuvor war mit der Schenck Process Holding als Muttergesellschaft bereits ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV) geschlossen worden, dem die Gesellschafterversammlung zugestimmt hatte.

Außerdem gingen die Schwestergesellschaften Schenck Process Finance und Schenck Process Beteiligungsgesellschaft zusammen und wurden anschließend ebenfalls mit der Mutter-Holding verschmolzen.

Berater Schenck Process
Ernst & Young (Frankfurt): Helmut Mendel, Dominik Schmidt (München; beide Steuerrecht)
Reed Smith (Frankfurt): Dr. Octávio de Sousa (Federführung), Thomas Gierath (Steuerrecht), Jan Weißgerber (Arbeitsrecht); Associates: Dr. Marcel Gellings, Julia Fuchs (alle Corporate), Ulrike Bischof (Arbeitsrecht)
Inhouse Recht (Darmstadt): Daniel Mehari (General Counsel), Nadine Jarosiewicz

Hintergrund: Die steuerliche Struktur, die letztlich auch in diverse BGAVs mündete, erstellte nach JUVE-Informationen EY-Partner Mendel mit dem Transaction-Manager Schmidt.

Reed Smith verfügt mit Thomas Gierath ebenfalls über einen transaktionserfahrenen Steuerrechtler, der 2012 von der US-Wettbewerberin Dechert wechselte und hier auch maßgeblich eingebunden war. Partner de Sousa pflegt schon länger Kontakte zu Schenks Inhouse-Counsel Mehari, der im Herbst zum General Counsel bei Schenck aufstieg. Zu Meharis Zuständigkeiten gehören auch M&A und Compliance. Deshalb klärte das Inhouseteam einige Aspekte selbst, wie beispielsweise die Auswirkungen der Verschmelzungen auf zollrechtliche Genehmigungen.

Zum Reed Smith-Team gehört seit März auch Associate Gellings. Dieser war zuvor in dem Team des Gesellschaftsrechtlers Thomas Bücker von Freshfields Bruckhaus Deringer tätig und konnte dort unter anderem den Konzernumbau von Merck verfolgen. Zuvor hatte Gelings bei Willkie Farr & Gallagher gearbeitet, seitdem hatte de Sousa mit dem damaligen Praktikanten Kontakt gehalten und ihn nun zu Reed Smith geholt.

Sämtliche Verträge wurden von Notar und Reed Smith-Partner Dr. Andreas Jürgens beurkundet. (Sonja Behrens)

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