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04.12.2018

Digitaloffensive: VW investiert mithilfe von Clifford in Diconium

Volkswagen hat ins Digitalgeschäft investiert: Der Autohersteller erwarb 49 Prozent der Anteile an dem Stuttgarter Digitalspezialisten Diconium. Damit sollen gemeinsame Dienste entwickelt werden, die in der Volkswagen Automotive Cloud laufen werden.  Der Anteilserwerb muss noch vom Bundeskartellamt genehmigt werden.

Thorsten Sauerhering

Thorsten Sauerhering

Diconium wurde 1995 unter dem Label dmc gegründet und beschäftigt heute rund 800 Mitarbeiter in Deutschland, Portugal, Indien und den USA. Mithilfe der Digitalagentur möchte Volkswagen die Entwicklung vollvernetzter Fahrzeuge vorantreiben und Updates über die Cloud anbieten können. Auch automatisches Bezahlen für das Tanken, Laden und Parken sollen zukünftig über eine gemeinsame Plattform für die VW-Kunden möglich sein.

Volkswagen will bis 2025 eine Produktivitätssteigerung um 30 Prozent erreichen. Unter dem Slogan „Transform.Together“ gehört dazu eine Digitalisierungsoffensive, die beispielsweise eine Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und Microsoft vorsieht. Diese soll sich unter anderem in der neuen VW-Elektroautofamilie ID niederschlagen.

Berater Volkswagen
Clifford Chance (Frankfurt): Dr. Jörg Rhiel (Federführung; Gesellschaftsrech/M&A), Thorsten Sauerhering, Dr. Dominik Engl (beide Steuerrecht), Dr. Claudia Mibradt (IP; Düsseldorf), Dr. Stefan Simon (Arbeitsrecht), Dr. Joachim Schütze (Kartellrecht; Düsseldorf); Associates: Dr. Moritz Petersen, Dr. Nadine Fell (beide Gesellschaftsrecht/M&A), Günter Barth (IP; Düsseldorf), Dr. Christopher Fischer (Arbeitsrecht), Dr. Florian Wiesner (Kartellrecht; Düsseldorf)
Inhouse Recht (Wolfsburg): Wolfgang Lehning – aus dem Markt bekannt

Fabian Gaffron

Fabian Gaffron

Berater Diconium
Heuking Kühn Lüer Wojtek (Stuttgart): Dr. Peter Ladwig (Federführung; Gesellschaftsrecht/M&A), Fabian Gaffron (Steuerrecht; Hamburg), Dr. Markus Klinger (IP/IT), Dr. Reinhard Siegert (Kartellrecht; München); Associates: Dr. Alexander Schott, Caren Hertfelder (beide Gesellschaftsrecht/M&A), Antje Münch (IP/IT), Dr. Antonia Stein (Arbeitsrecht), Dr. Ruth Schneider (Kartellrecht; München)
Rödl & Partner (Stuttgart): Thomas Benzinger (Steuern)

Hintergrund: Clifford Counsel Dr. Dominik Engl war hier federführend für die Steuerthemen in den Vertragsverhandlungen tätig. Die Kanzlei berät den Volkswagen-Konzern schon seit vielen Jahren, vor allem zu Anleihe-Finanzierungen. Erst Anfang des Monats hatte der Autobauer mit Clifford Schuldverschreibungen im Wert von 12,5 Milliarden Euro platziert. Doch auch im Transaktionsgeschäft war sie schon für ihn im Einsatz: Der hier federführende Partner Rhiel unterstützte beispielsweise als Counsel die damaligen Partner Johannes Perlitt und Wolfgang Richter, als sie 2011 und 2012 an der Seite von Volkswagen einen integrierten Automobilkonzern mit der Porsche SE entwickelten.

Heuking bereitete den Due-Diligence-Prozess vor und sorgte später für die Vertragsgestaltungen in dem Joint Venture. Das Joint Venture zwischen einem DAX Unternehmen und einem agilen IT Unternehmen sei eine komplexe Transaktion gewesen. Das Heuking-Team berät Diconium und VW bereits seit einigen Jahren, auch in Strukturveränderungen und Umstrukturierungen.

Rödl & Partner war als langjähriger steuerlicher Berater von Diconium auch hier beteiligt.

Notariell beurkundet wurde die Transaktion nach JUVE-Recherchen von Dr. Bernhard Schütz , Namenspartner der Frankfurter Sozietät Wicker Schütz. (Sonja Behrens, Esra Laubach)

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