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10.04.2019

Berliner Pressehochhaus: Tishman verkauft Großimmobilien mit Freshfields an Pöllath-Mandantin GEG

Der Frankfurter Investment- und Asset-Manager GEG German Estate Group hat am Berliner Alexanderplatz zwei Immobilieneinheiten von Tishman Speyer gekauft: das historische Pressehochhaus mit dem Flachbau Pressecafé, sowie den für 2021 geplanten Neubau New Podium. Das Investitionsvolumen der Transaktion liegt bei rund 365 Millionen Euro.

Sören Reckwardt

Sören Reckwardt

Insgesamt erwirbt die GEG damit 35.700 qm an nutzbarer Mietfläche. Davon entfallen 24.200 qm auf das Pressehochaus, 1.200 qm auf das Pressecafé sowie 10.300 qm auf das New Podium.

Die Teilobjekte sind bereits zu knapp 90 Prozent langfristig vermietet. Für den Neubau New Podium hat Tishman Speyer mit The Office Group ebenfalls bereits einen Mieter finden können. 

Der Erwerb des Pressehauses ist die erste Investition der GEG in Berlin. Ihre Assets under Management steigen damit auf 3,6 Milliarden Euro. Tishman Speyer hatte das denkmalgeschützte Gebäude vor gut zweieinhalb Jahren vom Medienkonzern Bertelsmann erworben.

Berater GEG German Reals Estate Group
P+P Pöllath + Partners (Berlin): Sören Reckwardt (Federführung), Dr. Hardy Fischer; Associate: David Hötzel (alle Steuerrecht)
Hengeler Mueller (Berlin): Dr. Daniel Kress (M&A/Immobilienrecht), Dr. Jan Bonhage (Öffentliches Recht); Associates: Tobias Schilling, Dr. Sebastian Bauer, Fabian Henneberg (alle M&A/Immobilienrecht), Erasmus Hoffmann (Öffentliches Recht)

Martin Schiessl

Martin Schiessl

Berater Tishman Speyer
Freshfields Burckhaus Deringer: Dr. Martin Schiessl (Steuerrecht; Frankfurt), Dr. Johannes Conradi (Federführung; Immobilienrecht; Hamburg); Associates: Dr. Leonard Kirscht (Steuerrecht), Anne Harder (beide Frankfurt), Georg Guntrum (Hamburg), Sarah Kutsche (Berlin; alle Immobilienrecht)
Inhouse Recht (London): George Hatzmann (General Counsel Europa und Indien) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: P+P Pöllath+Partners zeichnete bei dem Deal für die Tax Due Diligence, die Steuerklauseln und die steuerliche Strukturierung verantwortlich. Bereits zu Beginn des Jahres berieten die Steuerrechtler der Kanzlei GEG an der Seite von Hengeler Mueller, als das Frankfurter Unternehmen das Eurotheum, den ehemaligen Sitz der Europäischen Zentralbank, erwarb. Davor ließ sich GEG von vielen verschiedenen Kanzleien beraten: Beim Kauf des Garden Tower im September 2018 setzte sie auf Ashurst, beim Erwerb des Kölner Triforum Anfang 2018 auf White & Case und beim Kauf des IBC-Campus in 2016 auf CMS Hasche Sigle.

Der Freshfields-Partner Schiessl und der Associate Kirscht kümmerten sich bei dem Deal um die Steuerklauseln sowie die Srukturierung. Freshfields pflegt seit langem eine intensive Mandatsbeziehung zu Tishman Speyer. Die Kanzlei hat das Konsortium bereits mehrmals beraten, zuletzt etwa beim Verkauf des Frankfurter Omniturms an Commerz Real. Beim Kauf des Pressehauses am Alexanderplatz 2016 setzte Tishman auf die Kanzlei King & Spalding, zu der das Unternehmen seitdem ebenfalls eine intensive Beziehung pflegt. (Daniel Lehmann)

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