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02.07.2019

Luftrettung an der Küste: DRF erwirbt mit EY Northern HeliCopter

Die Luftrettung an Nord- und Ostsee soll weiter ausgebaut werden: Dafür erwarb die DRF Stiftung Luftrettung alle Anteile an Northern HeliCopter (NHC), einem Betreiber von Rettungshubschraubern mit Sitz in Emden. NHC bietet Rettung im Notfall, Ambulanzflüge sowie Personentransporte zu den Windparks im Meer. Verkäufer waren die Reederei Aktien-Gesellschaft Ems und der Windenergiedienstleister SSC Wind.

Alexandra Römer

Alexandra Römer

NHC war 2014 an den Start gegangen und seinerzeit das erste private Unternehmen, das eine Flugrettung rund um die Uhr an der Deutschen Bucht abdeckte. Inzwischen bietet das Unternehmen auch zusätzliche Dienstleistungen an, beispielsweise zur Brandbekämpfung in Norddeutschland. Mit den 6 Hubschraubern von NHC fliegen aktuell 22 Piloten, 19 Notärzte und 17 Notfallsanitäter.

Die DRF Luftrettung ist mit 570 Notärzten, 170 Piloten und 120 Sanitätern ungleich größer. Sie kommt schon an 29 Stationen in Deutschland und Österreich zum Einsatz. Dahinter stehen ein Förderverein sowie eine gemeinnützige Stiftung. Soweit bekannt ist der Dienst, der seinen Sitz im baden-württembergischen Filderstadt hat, nach der ADAC Luftrettung, die auch von einer Stiftung gehalten wird, der zweitgrößte nichtkommerzielle Luftrettungsdienst Deutschlands.

Berater DRF Luftrettung
Ernst & Young (Stuttgart): Alexandra Römer (Executive Director Transaction Tax; Federführung), Julian Klafs, Björn Dehnen (alle Steuern)
EY Law (Stuttgart): Dr. Björn Weng (Federführung); Associates: Dr. Silke Malchow (beide Corporate/M&A), Dr. Nikolai Weber, Kristian Dupper (beide Restrukturierung), Iris Tauth, Xenia Rupp (beide Arbeitsrecht)
Inhouse Recht (Filderstadt): Tanja Sommer (Leiterin Stabsstelle Recht & Compliance)

Berater Aktien-Gesellschaft Ems/SSC Wind
Treuhand Weser-Ems (Oldenburg): Michael Wurthmann, Alexander Hamminger (beide M&A und Steuern)

Hintergrund: EY berät die DRF Luftrettung regelmäßig, darüber kam auch der Rechtsarm der Big-Four-Gesellschaft in das Mandat. Neben dem Team um den Stuttgarter Partner Weng kamen auch die Abteilungen EY Transaction Advisory Services und EY Tax zum Einsatz.

An der Seite der Verkäufer stand Treuhand Weser-Ems: Die multidisziplinäre Einheit, die derzeit 20 Gesellschafter und rund 240 Mitarbeiter hat und zum Netzwerk HLB International gehört, berät die Altgesellschafter ebenfalls seit Langem. Nun übernahm sie die Beratung zu sowohl rechtlichen als auch steuerlichen Fragen zum Unternehmenskaufvertrag.

Beurkundet wurde die Transaktion nach Marktinformationen von Notar Dr. Steffen König aus der Oldenburger Kanzlei Vogt und Partner. (Sonja Behrens)

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