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18.12.2019

Vorweihnachtsgeschäft: Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt mit McDermott und Auren bei SportScheck

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt den Sporthändler SportScheck von der Hamburger Otto Group. Mit der Übernahme der 17 Filialen und des Onlineshops von SportScheck baue Karstadt Kaufhof seine Position im Wachstumsmarkt Sport erheblich aus, betonte Konzernchef Stephan Fanderl. Zum Kaufpreis machten die Unternehmen keine Angaben.

SportScheck kämpft seit Jahren mit roten Zahlen. Der Mutterkonzern Otto hatte das Unternehmen deshalb zum Verkauf gestellt. Die Übernahme durch Galeria Karstadt Kaufhof gebe SportScheck „die beste Chance auf eine nachhaltige Perspektive“, betonte der Handelsriese. Denn dadurch entstehe einer der größten Player im Sportartikelhandel. Bislang habe es SportScheck an der nötigen Schlagkraft und Größe gefehlt, um sich im harten Wettbewerb gegen Onlinehändler und Discountanbieter durchzusetzen.

Galeria Karstadt Kaufhof verfügt in den Innenstädten mit den Sportabteilungen in den Warenhäusern und den Karstadt-Sports-Filialen bereits über ein starkes Standbein. Erst kürzlich eröffnete das Unternehmen neue Sporthäuser in Bonn, Frankfurt, Heidelberg, Wiesbaden und Lübeck. Seit Juni dieses Jahres hält die österreichische Signa Holding des Unternehmens René Benko sämtliche Anteile an der Warenhausgruppe.

Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien und der Kartellbehörden.

Kian Tauser

Kian Tauser

Berater Signa
McDermott Will & Emery (Düsseldorf): Dr. Matthias Kampshoff, Dr. Jan Hückel (beide Federführung; beide Corporate/M&A), Dr. Kian Tauser, Marcus Fischer, Dr. Heiko Kermer (Frankfurt; alle drei Steuerrecht), Christian Krohs (Kartellrecht), Dr. Sebastian von Lossow (Corporate/M&A), Dr. Sandra Urban-Crell (Arbeitsrecht), Gregor Lamla (Immobilienrecht), Dr. Claus Färber (IP/IT); Associates: Carina Kant, Max Küttner, Anja Bertrand (alle Kartellrecht), Dr. Björn Biehl, Julian Schmitz, Catharina Dickhäuser, Dr. Alexander Hoppe (alle Corporate/M&A), Colin Winterberg (Arbeitsrecht)
Auren (Stuttgart): Lothar Schulz, Thilo Krohn (beide Tax und Financial Due Dilligence)
Seitz (Köln): Dr. Stefan Seitz, Dr. Patrick Esser (Federführung), Sabine Schwarz-Holl; Associates: Thomas Dorando, Roua Schmitz (alle Arbeitsrecht)
Arnold (Wien; Österreichisches Recht) – aus dem Markt bekannt
Wenger Plattner (Schweizer Recht) – aus dem Markt bekannt

Matthias Scheifele

Matthias Scheifele

Berater Otto
Hengeler Mueller (München): Dr. Emanuel Strehle (Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Matthias Scheifele, Dr. Gunther Wagner (beide Steuerrecht), Dr. Alf-Henrik Bischke (Kartellrecht; Düsseldorf), Dr. Christian Hoefs (Arbeitsrecht; Frankfurt); Associates: Dr. Jakub Lorys, Dr. Hendrik Ley, Dr. Florian Dendl, Dr. Christian Lutz (alle Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Henning Hilke (Finanzierung; Frankfurt), Christian Dankerl, Janine Linden (beide Kartellrecht; beide Düsseldorf)
Inhouse Recht (Hamburg): Martin Mildner (Group General Counsel, Global Head of M&A), Dr. Steffen Jaeniche (Bereichsleiter Gesellschaftsrecht), Dr. Niclas von Woedtke (M&A)

Hintergrund: McDermott berät die österreichische Signa bereits seit 2011 regelmäßig bei ihren Aktivitäten in Deutschland. So setzte das Unternehmen schon beim Einstieg in die ersten beiden Karstadt-Sparten auf die Kanzlei sowie bei der Fusion mit Kaufhof im Herbst vergangenen Jahres und bei der späteren kompletten Übernahme. Auch bei dieser Transaktion lag die Federführung für den M&A-Teil bei dem Düsseldorfer Partner Kampshoff. Der Kontakt kam ursprünglich über den Düsseldorfer McDermott-Immobilienrechtler Dr. Jens Ortmanns zustande. Steuerpartner Tauser gehörte im vergangenen Jahr auch zu dem Team, das Signa bei der Fusion der beiden Warenhausketten Karstadt und Kaufhof beriet.  

Genau wie bei der Fusion übernahm Seitz den arbeitsrechtlichen Part. Für die Financial und Tax Due Diligence beauftragte Signa die Stuttgarter Beratungsgesellschaft Auren, die regelmäßig für die Holding arbeitet.

Hengeler-Partner Strehle hatte Otto bereits vor rund einem Jahr beraten, als die Konzerntochter Eos die beiden Zahnarztdienstleister Health AG und Zahnärztekasse AG an die Bawag verkaufte. Auch dabei war ein Team um den Konzernrechtschef Mildner auf Unternehmensseite beteiligt. Das Inhouse-Team übernahm zuletzt auch im Sommer 2018 eine wichtige Rolle, als Otto für ihre Tochter About You 300 Millionen Dollar an Investorengeldern einsammelte. Als externer Berater stand damals Milbank an der Seite des Hamburger Konzerns.

Beurkundet wurde die Transaktion nach JUVE Steuermarkt-Informationen von Dr. Gerrit Wenz aus dem Düsseldorfer Notariat Pünder Wenz. (Christine Albert, Stephan Mittelhäuser; mit Material von dpa)

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