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11.11.2020

Brennstoffzellen: KPMG und CMS begleiten ElringKlinger und Plastic Omnium bei Joint Venture

Die Automobilzulieferer ElringKlinger und Plastic Omnium gründen ein Joint Venture. Mit dem geplanten Gemeinschaftsunternehmen wollen sie die Entwicklung und Großserienproduktion von Brennstoffzellenstacks zur CO2-neutralen Mobilität in Angriff nehmen.

Florian Geiger

Florian Geiger

ElringKlinger aus dem baden-württembergischen Dettingen an der Ems soll 60 Prozent am Joint Audit halten, die französische Plastic Omnium 40 Prozent. ElringKlinger bringt den Geschäftsbereich Brennstoffzellenstacks in das Gemeinschaftsunternehmen ein. Zu der Sparte gehören mehr als 150 Mitarbeiter sowie Patente und Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Plastic Omnium beabsichtigt laut Pressemitteilung eine Investition von 100 Millionen Euro, um „die Innovation zu beschleunigen, die kommerzielle Pipeline zu erweitern und die Produktionskapazitäten zu erhöhen.“

Teil des Deals beider Unternehmen ist zudem, dass Plastic Omnium einen Unternehmenswert von 15 Millionen Euro an der auf Brennstoffzellensystemlösungen spezialisierten österreichischen ElringKlinger-Tochter kauft. Die gesamte Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellbehördlichen Genehmigungen.

Berater ElringKlinger
KPMG (Stuttgart): Florian Geiger; Manager: Christoph Kurrle, Ramona Schaaf (alle Transaktionssteuern)
KPMG Law (Stuttgart): Lars Meixner (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Gerrit Rixen (Köln; Kartellrecht), Frederik Johannesdotter (München), Irina Grillmeier (beide Corporate/M&A), Andreas Pruschk (Arbeitsrecht), Dr. Jannes Schwinn (Kartellrecht), Dr. Thomas Beyer (Berlin; IP-Recht), Sebastian Hoegl (Freiburg; IT-Recht)
Buchberger Ettmayer Rechtsanwälte/KPMG Law Austria (Wien): Dr. Wendelin Ettmayer; Manager: Stephanie Sauer, Pablo Essenther (alle Corporate/M&A)
Inhouse Steuern (Dettingen): Markus Braun (Director Tax)
Inhouse Recht (Dettingen): Dr. Christof Dietborn (General Counsel), Christopher Müller-Dahl (Senior Legal Counsel)

Berater Plastic Omnium
CMS Hasche Sigle (Düsseldorf): Dr. Dirk Jannott (Federführung; Corporate/M&A), Prof. Dr. Angelika Thies (München), Dr. Andreas Gerten (beide Steuerrecht), Markus Deck (IP-Recht), Tobias Bomsdorf (Handelsrecht; beide Frankfurt), Gerlind Wisskirchen (Arbeitsrecht; Köln), Christoff Henrik Soltau (Hamburg), Kai Neuhaus (Brüssel; beide Kartellrecht), Dr. Christian Scherer (Köln), Philipp Schönnenbeck, Dr. Christoph Grenz (alle drei Immobilienrecht), Katharina Franitza (Corporate/M&A), Dr. Dirk Smielick (IP-Recht), Dr. Dominik Seehawer (Handelsrecht), Dr. Anja Schöder (Arbeitsrecht), Philippe Heinzke (IT-/Datenschutzrecht); Associates: Artur Baron (Corporate/M&A), Finn Fechner (Steuerrecht), Sven Krause, Robert Steiniger (beide IP-Recht), Dr. Berrit Roth-Mingram (Handelsrecht), Inka Müller-Seubert (Arbeitsrecht), Dr. Denis Schlimpert (Kartellrecht), Birgit Wagner (IT-/Datenschutzrecht), Dr. Yves Steingrüber (Immobilienrecht)
CMS Reich-Rohrwig Hainz (Wien): Dr. Alexander Rakosi (Federführung), Dr. Sibylle Novak (Steuerrecht), Dr. Dieter Zandler (Kartellrecht); Associates: Georg Gutfleisch, Marco Selenic, Sanela Fürstenberg (alle Corporate/M&A)

Hintergrund: KPMG und ElringKlinger haben eine lange Mandatsbeziehung. Seit 2010 sind sowohl die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft KPMG als auch deren Rechtsberatungsarm für das Unternehmen tätig. Zuletzt berieten die Teams um den KPMG Law-Partner Meixner und den Tax-Partner Geiger den Automobilzulieferer im Jahr 2018 beim Verkauf des Abgasspezialisten Hug. Christof Dietborn, Leiter der Rechtsabteilung bei ElringKlinger, war früher selbst bei KPMG Law tätig.

Für den österreichischen Teil der Transaktion zog die Big-Four-Gesellschaft zudem ihre Wiener Kollegen hinzu. Diese firmieren dort seit etwas mehr als einem Jahr unter dem Namen Buchberger Ettmayer. Damit ist KPMG Law erstmals mit einem festen Akteur auch in Österreich am Start.

Auf der anderen Seite zählt auch CMS Hasche Sigle Plastic Omnium schon seit langem zu ihrer Mandantschaft. Im Gesellschaftsrecht berät die Kanzlei das Unternehmen seit rund drei Jahren regelmäßig, die Beziehungen in Russland und vor allem von CMS Francis Lefebvre in Frankreich sind jedoch deutlich älter. Auch die deutschen Steuerrechtler um die hier federführende Partnerin Thies betreuen Plastic Omnium zu Einzelfragen des hiesigen Steuerrechts schon seit vielen Jahren. Der konkrete Zuschlag für den Deal erfolgte jedoch über einen Pitch des M&A-Teams um Jannott. (Daniel Lehmann, Jörn Poppelbaum)

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