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04.11.2020

Glasfaserausbau: KPMG-Mandantin will gemeinsam mit Telefónica Milliardenbetrag investieren

Der spanische Telekomkonzern Telefónica steigt in den Glasfaserausbau in Deutschland ein. Dafür gründet das Unternehmen ein Joint Venture, an dem sich der Investmentarm der Allianz beteiligt. Zusammen wollen die Partner in den kommenden sechs Jahren bis zu fünf Milliarden Euro in den Ausbau investieren.

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Stefan Süß

Allianz Capital Partners übernimmt einen Anteil von 50 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen. Die Telefónica-Gruppe beteiligt sich über ihre Infrastruktursparte mit 40 Prozent und Telefónica Deutschland mit 10 Prozent an dem Unternehmen. Der spanische Konzern will 500 Millionen Euro als Eigenkapital in das Projekt stecken – von der Allianz soll über verschiedene Instrumente eine Milliarde Euro kommen.

Für Versicherer sind Infrastrukturinvestitionen interessant, da sie in Zeiten von niedrigen Zinsen nachhaltige Renditen versprechen. Teil der Joint-Venture-Vereinbarung ist auch, dass Telefónica das noch zu bauende Netz mietet, um die Glasfaserprodukte zu vermarkten. Nach Angaben von Telefónica Deutschland sollen mit der Glasfasergesellschaft bis zu 2,2 Millionen Haushalte, vorwiegend in ländlichen Regionen des Landes, mit den neuen Anschlüssen bis ins Haus versorgt werden.

Bekannt ist, dass neben der Allianz einige weitere bekannte Infrastrukturinvestoren an der Beteiligung interessiert waren, darunter Antin, Brookfield, Macquarie und KKR.

Heide Gröger

Heide Gröger

Berater Allianz Capital Partners
KPMG (Berlin): Dr. Heide Gröger, Florian Sander (beide M&A Tax), Andreas Heidenreich (Transaction Services)
Latham & Watkins (München): Burc Hesse (Federführung), Dr. Sebastian Pauls (beide Private Equity), Dr. Tobias Larisch (Corporate/M&A), Dr. Michael Esser (Kartellrecht; beide Düsseldorf), Conrad Andersen (Bank- und Finanzrecht; London), Stefan Süß; Associates: Dr. Felicitas Mayer-Theobald (beide Steuerrecht), Dr. Thomas Diekmann, Dr. Andreas Holzgreve, Chris Freitag (alle Private Equity), Katharina Intfeld, Dr. Jörg Ruff, Dr. Fabian Klumpen (beide Corporate/M&A; beide Düsseldorf), Judith Jacop (Frankfurt), Fabienne Rotering (Düsseldorf; beide Kartellrecht), Alexander Wilhelm (Regulierung; Frankfurt)
Inhouse Steuern (München): Anette Maier (Head of Tax Structuring)
Inhouse Recht (München): Dr. Stefan Wirsch (Head of Legal Direct Investments), Georg Piroth (Legal Counsel Direct Investments)

Jens Escher

Jens Escher

Berater Telefónica
Taylor Wessing (Hamburg): Dr. Mark Hoenike (Corporate/M&A), Marc-André Gimmy (München; Arbeitsrecht; beide Federführung), Prof. Dr. Jens Escher (Steuerrecht), Dr. Michael Brüggemann (Beihilferecht; beide Düsseldorf), Dr. Marco Hartmann-Rüppel (Kartellrecht), Dieter Lang (Öffentliches Recht), Dr. Janina Pochhammer, Dr. Carsten Schulz, Timo Stellpflug (alle Infrastrukturprojekte), Dr. David Klein, Mareike Christine Gehrmann (Düsseldorf), André Guskow (alle IT), Dr. Michael Pils (Arbeitsrecht), Dr. Gunbritt Kammerer-Galahn (beide Düsseldorf), Dr. Jens Wiesner (beide Finanzierung), Dr. Kathrin Monen (Corporate/M&A; Düsseldorf); Associates: Julia Wellhöfer, Dr. Julien Schlagowski, Till Schwichtenberg (alle Corporate/M&A), Dr. Philipp Weiten (Steuerrecht), Dr. Melanie Niehren, Paulina Stemmler (beide Kartellrecht; alle drei Düsseldorf), Lara Skotki (Kartellrecht), Lars Borchardt (Öffentliches Recht), Alessa Steigertahl (Infrastrukturprojekte), Dr. Carolin Monsees, Fritz-Ulli Pieper (Düsseldorf), Anneliese Hartlaub, Dr. Christopher Jones (alle IT), Dr. Klara Pototzky (Arbeitsrecht; München), Dr. Yannick Eckervogt (Finanzierung; Düsseldorf)
Inhouse Steuern (Madrid): Jerónimo Payán Prieto (Tax Director), Gerardo Diaz Casal (Corporate Tax Advisor, Tax Director Europe & Digital)
Inhouse Recht (Madrid): Juan Ignacio Vergara Mañeru (Director Legal M&A), Iñigo Novoa Miñambres (Leiter Recht), Iván Rosa Vallejo (Leiter Infrastrukturrecht)

Astrid Breycha-Tromp

Astrid Breycha-Tromp

Berater Telefónica Deutschland
KPMG (Frankfurt): Astrid Breycha-Tromp, Dirk Lohrmann (beide M&A Tax)
CMS Hasche Sigle (München): Dr. Martin Kuhn, Dr. Oliver Thurn (beide Federführung; beide Corporate/M&A), Dr. Björn Herbers (Kartellrecht; Brüssel), Anna-Lena Lill; Associates: Karen Eldred, Lukas Stegemann (alle Corporate/M&A)
Pinsent Masons (München): Dr. Marc Salevic (Energierecht; Düsseldorf), Dr. Florian von Baum (Telekommunikationsrecht); Associate: Rebecca Trampe-Berger (Energierecht; Düsseldorf) 
Inhouse Steuern (München): Albert Graf (Director Corporate Finance & Tax), Raimund Groebmair (Manager Taxes)
Inhouse Recht (München): Marcel Ritter (General Counsel), Peter Kettenring (Director Corporate), Oliver Peltzer (Senior Counsel)

Berater Antin Infrastructure Partners
Clifford Chance (Düsseldorf): Frederik Mühl (Corporate/Private Equity; Frankfurt), Dr. Anselm Raddatz (Corporate/Private Equity), Dr. Mathias Elspaß (Corporate/Regulatory); Associate: Maria-Franziska Röntsch (Corporate/Private Equity; Frankfurt) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: KPMG beriet bei dieser Transaktion sowohl Telefónica als auch Allianz Capital Partners.

Zwischen KPMG und Telefónica besteht seit mehr als 20 Jahren eine Mandatsbeziehung. So hat Astrid Breycha-Tromp bereits frühere Transaktionen wie den Verkauf der Funkmasten der Telefónica Deutschland an Telxius und zuvor bei der Übernahme der E-Plus-Gruppe durch Telefónica beraten.

Andreas Heidenreich und Dr. Heide Gröger beraten Allianz Capital Partners seit mehreren Jahren. Die Tax-Partner Gröger und Sander übernahmen hier die steuerliche Strukturierungsberatung, ein Team um Partner Heidenreich verantwortete die Beratung zu Accounting Fragen.

Latham-Partner Hesse beriet die Allianz bereits, als er noch bei Clifford Chance war, etwa beim Verkauf ihrer Anteile an Scandlines. 2015 war er gemeinsam mit Oliver Felsenstein zu Latham gewechselt. Bei seiner Mandantin Allianz Capital Partners arbeitete Hesse mit ehemaligen Latham-Juristen zusammen: Wirsch arbeitete lange Zeit im Frankfurter Büro der US-Kanzlei, Piroth war bis vor einem Jahr im Münchner Büro tätig.

Ein Taylor Wessing-Team stand an der Seite der spanischen Telefónica-Muttergesellschaft. Den Kontakt stellte der Münchner Partner Gimmy her. Nach dem gewonnenen Pitch übernahm Gimmy im Team mit dem Hamburger Partner Hoenike die vielgliedrigen Verhandlungen nicht nur zum JV-Agreement, sondern auch zu den operativen Verträgen mit Telefónica Deutschland, die sich wie so oft in der Vergangenheit von einem Münchner CMS-Team beraten ließen.

Der unterlegenene Bieter Antin setzte erstmals direkt auf Clifford. Für Macquarie war in der Vergangenheit regelmäßig der Frankfurter Linklaters-Partner Dr. Ralph Drebes tätig. KKR wiederum setzt regelmäßig auf Hengeler Mueller oder auch Clifford Chance. Wen Macquaire und KKR in der aktuellen Bieterrunde mandatierten ist aber nicht bekannt. (Martin Ströder, Stefanie Riemann; mit Material von dpa)

 

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