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26.03.2021

Berlin: Ivanhoé steigt mit KPMG ins ‚Alte Post‘-Quartier ein

Die kanadische Immobiliengesellschaft Ivanhoé Cambridge hat die Mehrheitsanteile am Berliner Quartier ,Alte Post‘ erworben. Verkäufer ist der Private-Equity-Investor Commodus, der das Projekt als Asset- und Development-Manager betreuen wird.

Stephanie Keßner

Stephanie Keßner

Die Berliner Immobilie zählt knapp 17.000 Quadratmeter, die sowohl für Büros, Wohnungen als auch Dienstleistungen wie Restaurants und ein Fitnessstudio genutzt werden. Das Herzstück des Immobilienprojekts ist die ehemalige Hauptpost in Neukölln, die im Jahr 1906 als Kaiserliches Postamt eingeweiht und 2019 saniert wurde. Während dieser Teil des Projekts bereits weitgehend vermietet ist, sind an anderer Stelle noch Bau- und Erweiterungsarbeiten im Gange. So soll etwa das alte Fernmeldeamt aufgestockt werden und ein ergänzender Neubau entstehen.

Nach dem Auszug der Post erwarb zunächst ein italienischer Eigentümer die ,Alte Post‘. Sie stand dann 15 Jahre lang leer, bevor Commodus 2016 das Quartier übernahm und mit der Revitalisierung begann. Nach Medienberichten investiert Commodus insgesamt 50 Millionen Euro in das Projekt. Mitte 2022 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. 

Berater Ivanhoé Cambridge
KPMG (Frankfurt): Stephanie Keßner (Federführung); Manager: Marcus Stanzel, Leon Soffner (alle Financial Services Tax)
Clifford Chance (Frankfurt): Dr. Christian Keilich (Federführung; Immobilienrecht), Stefan Bruder (Corporate), Dr. Christof Häfner (Finanzierung), Marc Besen, Dr. Dimitri Slobodenjuk (beide Kartellrecht; Düsseldorf), Dr. Philipp Stoecker (Immobilienrecht); Associates: Dr. Margret Bootz-Hagen, Dr. Arian Nazari-Khanachayi (Corporate), Dr. Philip Rosak (Finanzierung)
Inhouse Steuern (Paris): Virginie Deshogues (Director Taxation Europe) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (Paris): Semih Bayar Eren (Director of Legal Affairs), Miguel Ibanez Diez (Director of Legal Affairs, Luxemburg), Paul Renaudin (Senior Legal Advisor)

Berater Commodus
Jenckel Law (Berlin): Björn Rauber (Federführung), Dominik Ernst (beide Immobilienrecht)
PKF Industrie- und Verkehrstreuhand (München): Alexander Lummel, Reinhard Ewert (Steuern) – aus dem Markt bekannt

Notar
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Marcus Emmer

Hintergrund: KPMG war bereits zuvor für Ivanhoé mandatiert. Der Kontakt war über Marco Müth zustandegekommen, den Leiter der deutschen Immobilienpraxis. Hier übernahm die auf Immobilienfondsberatung spezialisierte Frankfurter Partnerin Keßner Tax Due Diligence, Steuerstrukturierung und beriet zu den Steuerklauseln im SPA. Der Schwerpunkt der als Rechtsanwältin und Steuerberaterin doppelqualifizierten Keßner liegt in der Beratung internationaler Immobilieninvestoren und Asset-Manager in allen Investitionsphasen. Die Financial Due Diligence verantworteten Frank Mäder und Joachim Kreiß.

Clifford-Partner Keilich stand zum ersten Mal an der Seite von Ivanhoé. Ins Mandat kam er über seine französischen Kollegen, denn in Paris pflegt die Magic-Circle-Kanzlei schon lange gute Kontakte zu der Investorin.

Commodus setzte mit der Berliner Sozietät Jenckel hingegen auf eine vertraute Beraterin. Die Kanzlei berät den Private-Equity-Investor seit mehr als zwei Jahren. Der Kontakt kam über eine Transaktion zustande, bei der Jenckel den Verkäufer beriet und Commodus als Käufer auftrat. So begleitete ein Team um Partner Rauber Commodus zuletzt etwa auch bei dem Verkauf eines Büroimmobilienportfolios an CLS Holding mit einem Volumen von rund 90 Millionen Euro. Die Kanzlei in Berlin-Mitte zählt Immobilientransaktionen ebenso zu ihren Schwerpunkten wie beispielsweise auch gesellschaftsrechtliche Themen.

Steuerlich beratend waren nach JUVE Steuermarkt-Informationen Lummel und Ewert von der Münchner Einheit PKF Industrie- und Verkehrstreuhand tätig. (Christin Stender, Verena Clemens)

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