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15.04.2021

Joint Venture mit VW: Brose steigt mithilfe von EY in den Fahrersitz

Brose und VW wollen einen Global Player für Sitztechnik erschaffen. Der fränkische Autozulieferer beteiligt sich dafür zur Hälfte an der Volkswagen-Tochter Sitech. Auf dem hart umkämpften Markt für Fahrzeugsitze solle das neue Gemeinschaftsunternehmen seinen Umsatz in den kommenden zehn Jahren auf 2,8 Milliarden Euro verdoppeln, heißt es.

Daniel Käshammer

Daniel Käshammer

„Das Joint Venture wird das Geschäft mit dem Volkswagen-Konzern und künftig mit weiteren Automobilherstellern ausweiten. Wir wollen zusammen profitabel wachsen und zu den Top 3 im globalen Sitzmarkt gehören“, sagte Brose-Chef Ulrich Schrickel. Neben Entwicklungs- und Fertigungsstandorten in Osteuropa, Deutschland und China ist dem Vernehmen nach auch eine Ausweitung der Aktivitäten in Europa, Amerika und Asien geplant. 

Sitech wolle seine Belegschaft bis 2030 von heute 5.200 auf 7.000 Beschäftigte vergrößern. Der Stammsitz der Dachgesellschaft bleibe im polnischen Polkowice. Brose werde den Vorstandschef und den Entwicklungschef stellen, Volkswagen den Produktionschef und den kaufmännischen Vorstand. Die kartellrechtliche Genehmigung der Transaktion wird bis Ende des Jahres angestrebt.

Berater Brose
Hennerkes Kirchdörfer & Lorz (Stuttgart): Prof. Dr. Andreas Wiedemann, Dr. Christian Klein-Wiele (beide Federführung); Associate: Dr. Johannes Otto (alle Corporate)
Ernst & Young (Freiburg): Daniel Käshammer, Ivo Schmohl, Heike Riesselmann (alle Steuern) – aus dem Markt bekannt
Gleiss Lutz (Stuttgart): Dr. Alexander Schwarz (Corporate), Dr. Ulrich Soltész (Kartellrecht); Associates: Dr. Fabian Mumme, Dr. Reimund von der Höh (beide Corporate), Kristina Winkelmann (Kartellrecht) – aus dem Markt bekannt
Wardynski & Partners (Warschau) – aus dem Markt bekannt
Haiwen (Peking) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Steuern (Coburg): Daniela Ettenhofer (Leiterin Steuern International), Eva-Maria Kirchner (Leiterin Steuern National), Julian Buchhauser
Inhouse Recht (Coburg): Dr. Florian Niewöhner (Leiter Recht & Compliance), Alexander Thum, Nina Kreisel, Alexander Taubert, Jana Ziegler, Vivian Chen, Yiming Li (beide Brose China)

Tobias Ackert

Tobias Ackert

Berater Volkswagen
KPMG (München): Tobias Ackert, Thomas Blatnik; Associate: Thomas Schäffer (alle Steuern)
Clifford Chance (Frankfurt): Dr. Jörg Rhiel, Agnieszka Janicka (Warschau), Alex Cook (Prag), Glen Ma (Schanghai; alle Corporate), Dr. Dominik Engl (Steuerrecht), Dr. Claudia Milbradt (IP; Düsseldorf), Thomas Reischauer (Immobilienrecht), Anne Haas (München), Krzysztof Hajdamowic (Warschau); Associates: Dr. Nadine Fell, Jakub Veselý (Prag; alle vier Corporate), Dr. Nicolas Hohn-Hein (IP; Düsseldorf),
Dentons (Düsseldorf): Dr. Florian Wiesner; Associates: Dr. Arne Karsten, Franziska Peters (Berlin; alle Kartellrecht) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (Wolfsburg): Tatiana Getman, Wolfgang Lehning – aus dem Markt bekannt

Berater Aufsichtsrat von Volkswagen 
Arqis (Düsseldorf): Dr. Andrea Panzer-Heemeier (Arbeitsrecht), Dr. Christof Schneider (Gesellschaftsrecht) – aus dem Markt bekannt

Notar
Wicker Schütz (Frankfurt): Dr. Bernhard Schütz – aus dem Markt bekannt

Dominik Engl

Dominik Engl

Hintergrund: Die steuerliche Seite der Transaktion wurde koordiniert durch die Leiterin des Brose-Inhouse-Teams Daniela Ettenhofer. Ernst & Young-Steuerpartner und Leiter des National Office Tax Käshammer unterstütze mit seinem Team von extern.    

VW ließ sich zu steuerlichen Aspekten des Joint Ventures von einem Münchner KPMG-Team um M&A Tax-Partner Ackert beraten. Ackert war unlängst auch mandatiert, als der Münchner Elektro-Flugtaxi-Hersteller Lilium eine  milliardenschwere Fusion mit KPMG-Mandantin Qell einging. Zudem war er mit an Bord, als Siemens Healthineers im vergangenen Herbst eine Kapitalerhöhung durchführte, um die Refinanzierung der Varian-Übernahme zu refinanzieren – auch dies im Umfang mehrerer Milliarden Euro. 

Clifford-Partner Rhiel ist regelmäßig für die VW-Gruppe im Einsatz, wenn es um die Bildung neuer Allianzen geht. So beriet er Volkswagen 2018 zur Beteiligung am Stuttgarter Digital-Spezialisten Diconium, den der Konzern dann im vergangenen Herbst vollständig übernahm. Die steuerliche Beratung fiel in die Verantwortung des Frankfurter Partners Engl. Dieser war zuletzt beispielsweise für Tishman Speyer tätig, als diese das Gruner + Jahr-Verlagsgebäude übernahmen. (Sonja Behrens, Eva Lienemann, Stefanie Riemann, Verena Clemens; mit Material von dpa)

 

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