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15.06.2021

Kaufhauskette: P&C shoppt mit Baker Tilly dänisches Magasin du Nord

Der Düsseldorfer Modehändler Peek & Cloppenburg (P&C) übernimmt die dänische Kaufhauskette Magasin du Nord. Das traditionsreiche Unternehmen mit Hauptsitz in Kopenhagen gehörte zuletzt dem britischen Kaufhausbetreiber Debenhams, der im Frühjahr 2019 in Schwierigkeiten kam und im Dezember 2020 abgewickelt wurde.

Oliver Hubertus

Oliver Hubertus

Mit dem Erwerb von Magasin du Nord betritt P&C einen neuen europäischen Markt. Magasin du Nord, gegründet im Jahr 1868, betreibt Filialen an sieben Standorten sowie einen dänischen Onlineshop. Seit 2009 wurde das Unternehmen unter dem Dach der inzwischen insolventen britischen Kaufhauskette Debenhams als eigenständiges Unternehmen geführt.

Peek & Cloppenburg hat seinen Sitz in Düsseldorf und Wien, betreibt rund 140 P&C- und Anson’s-Verkaufshäuser in 15 Ländern sowie diverse internationale Onlineshops über die Tochtergesellschaft Fashion ID. Daneben gibt es noch das rechtlich und wirtschaftlich unabhängige Unternehmen Peek & Cloppenburg mit Sitz in Hamburg, das vor allem im Norden von Deutschland aktiv ist.

Berater Peek & Cloppenburg
Baker Tilly (München): Oliver Hubertus, Uwe Roth, Lars Brandt (Kopenhagen; alle Steuern)
Inhouse Steuern (Düsseldorf): Thomas Bredlow (Steuern)
Inhouse Recht (Düsseldorf): Dr. Stella Greisbach (Head of M&A and Special Projects), Marcello Toscani (Head of Legal)
Hengeler Mueller (Düsseldorf): Dr. Christian Möller, Dr. Georg Seyfarth; Associates: Jil Kalender, Dr. Alexander von Bernstorff (alle Corporate/M&A)
Horten (Kopenhagen): Hans Pape; Associates: Marie Lind, Malene Høj Hansen (alle Corporate/M&A)

Berater Debenhams-Insolvenzverwalter/FRP Adivsory
Plesner (Kopenhagen): Thomas  Laursen (Corporate/M&A); Associates: Morten Ottesen, Frederik  Brodersen, Louise Lund (alle Finanzrecht)

Hintergrund: Debenhams befindet sich in einem Insolvenzverfahren nach UK-Recht, in dessen Rahmen Magasin du Nord nun in einem strukturierten Bieterverfahren den Besitzer wechselte. Nach JUVE-Informationen gestalteten die Inhouse-Abteilungen des Düsseldorfer Modefilialisten die Transaktion mit, die nach dänischem Recht abgeschlossen wurde. 

Baker Tilly und Peek & Cloppenburg verbindet bereits seit Längerem ein Mandatsverhältnis. Die multidisziplinäre Einheit berät das Modehaus regelmäßig zu diversen Themen. Hier übernahm ein Team unter der Leitung des Münchner Partners und Head of Tax Hubertus sowohl die Tax als auch die Financial Due Diligence und beriet insbesondere zur steuerlichen Strukturierung der Transaktion. Hierfür hatte das Handelsunternehmen sich direkt an Hubertus gewandt. Der Münchener Partner berät regelmäßig zu Umstrukturierungen und ist zudem auf Unternehmensteuerrecht und Finanzierungsberatung spezialisiert. Baker Tilly hat transaktionserfahrene Partner in Kopenhagen und betreibt seit Langem einen Nordic Desk, den der deutsch-schwedische Anwalt Dr. Ralf Ek von Frankfurt aus leitet.

Auch Hengeler war bereits zuvor für P&C tätig, als deren Tochter Fashion ID im Herbst 2019 von Stylebob die Marken und Domains zur gleichnamigen Online-Luxusplattform aus der Insolvenz übernahm. Die Federführung teilten sich seinerzeit der Berliner Restrukturierungsexperte Dr. Martin Tasma und der Transaktionsanwalt Dr. Maximilian Schiessl. Dieses Mal waren – mit einem deutlich kleineren Transaktionsteam – die M&A-Anwälte Möller und Seyfarth im Einsatz. (Sonja Behrens, Verena Clemens)

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