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09.02.2018

Postenkarussell: Stellvertretende Steuerchefin des BDI geht zur Automobilindustrie

Der Postentausch innerhalb der Verbände der deutschen Industrie geht weiter: Zum März übernimmt Dr. Karoline Kampermann, die stellvertretende Leiterin der Abteilung Steuern und Finanzpolitik des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), die Leitung der Abteilung Steuern und Zölle im Verband der Automobilindustrie (VDA). Dort tritt die 37-Jährige die Nachfolge von Dr. Monika Wünnemann an, die nun – wie berichtet – die Steuerabteilung des BDI leitet.

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Karoline Kampermann

Die BDI-Steuerabteilung wird noch interimistisch von Kampermann geleitet. Sie hat die Position von Berthold Welling übernommen, der Ende 2017 zum Verband der Chemischen Industrie gewechselt war.

Die Steuerabteilung des VDA ist deutlich kleiner als die des BDI. Kampermann wird hier alleine für die Fragen zuständig sein, die die Automobilindustrie aktuell besonders beschäftigen. Bei den Zöllen ist das etwa der bevorstehende Brexit. Zudem sind es vor allem die digitalen Geschäftsmodelle, die die Automobilindustrie auch steuerlich vor Herausforderungen stellen. Daneben dürften die US-Steuerreform und die künftige Dieselbesteuerung von Anfang ihren Schreibtisch füllen.

Beim BDI war Kampermann Teil eines fünfköpfigen Referententeams für Steuern und Finanzen. Hier lag ihr Schwerpunkt bislang auf der internationalen Steuerpolitik mit Themen wie BEPS, Doppelbesteuerungsfragen, Außensteuerrecht und Verrechnungspreise. Sie ist Mitglied im Steuerausschuss des Business and Industry Advisory Committee to the OECD (BIAC) sowie der International Chamber of Commerce (ICC). Sie ist zudem Mitglied der International Fiscal Association (IFA) sowie geschäftsführendes Beiratsmitglied der IFA-Sektion Berlin-Brandenburg.

Vor Übernahme der internationalen Themen war sie im BDI zuständig für indirekte Steuern, Verbrauchsteuern sowie Finanzpolitik. Kampermann hat Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt betriebswirtschaftliche Steuerlehre sowie Wirtschaftsrecht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg studiert und wurde dort mit einer Arbeit zur Steuersouveränität im internationalen Investitionsschutzrecht promoviert. (Jörn Poppelbaum)

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