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12.04.2018

Umsatz 2017: Ebner Stolz brilliert in Rechtsberatung und Wirtschaftsprüfung

Die Next-Ten-Kanzlei Ebner Stolz hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von insgesamt knapp 200 Millionen Euro erzielt: Sie legte um 8,7 Prozent auf 196,5 Millionen Euro zu. Treiber waren die Rechtsberatung und – etwas antizyklisch im Vergleich zu den meisten anderen großen MDP-Gesellschaften – die Wirtschaftsprüfung. Die Steuer- und Steuerrechtsberatung dagegen entwickelte sich am schwächsten.

Wolfgang Russ

Wolfgang Russ

Hier steigerte sich das Geschäft um recht magere 3,6 Prozent auf 75,3 Millionen Euro. Ebner Stolz verteidigt damit Platz 9 unter den großen Steuerberatungsgesellschaften Deutschlands, wuchs jedoch im Vergleich zu ihren Verfolgern Baker Tilly (plus 5 Prozent) und Warth & Klein Grant Thornton (plus 10,5 Prozent) verhaltener.

Dennoch zählt die Kanzlei zu den maßgeblichen Steuerberatungshäusern Deutschlands. Unternehmen wie ElringKlinger, DuMont, Kamax-Gruppe oder Volvo Deutschland sowie Banken wie die LBBW zählen zu ihren Dauermandanten. Einer der Höhepunkte des vergangenen Geschäftsjahres war zudem die Beratung der Familien Porsche und Piëch beim Kauf der Porsche SE-Aktien vom ehemaligen VW-Chef Ferdinand Piëch. Hinzu kamen im laufenden Geschäftsjahr unter anderem Arbeit für die Mediengruppe Klambt und die Berthold Leibinger-Stiftung.

Wachstumstreiber Recht und Prüfung

Mit einer Steigerung von 10,4 Prozent und einem Umsatz von 14,7 Millionen Euro ist die Rechtsberatung besonders erfolgreich. Vor allem Transaktionen beflügelten das Geschäft, ob im Immobiliensektor mit verschiedenen Aufträgen für Continuum Capital oder M&A-Arbeit für ProSiebenSat1, Knorr Bremse, Ströer oder Hella. Die Kanzlei kombiniert häufig Steuer- und Rechtsberatung, jedoch spielen bei Transaktionen auch die Financial Due Diligences, Fairness Opinions oder Kaufpreisallokationen eine herausragende Rolle, wie der Stuttgarter Ebner Stolz-Partner Dr. Wolfgang Russ betont. „Der Schwerpunkt unseres Umsatzwachstums ist im Projektgeschäft zu verzeichnen.“

Da derlei Bewertungsfragen im Bereich Wirtschaftsprüfung aufgehängt sind, wuchs auch dieses Segment mit 8,8 Prozent überdurchschnittlich. Hinzu kamen neue Prüfungsmandate etwa für Marc Cain oder den Deutschen Fußball Bund. (Jörn Poppelbaum)

Eine genauere Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung der 20 größten deutschen Steuerberatungsgesellschaften lesen Sie im JUVE Handbuch Steuern, das am 20. April erstmals erscheinen wird.