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10.01.2019

Stühlerücken in Luxemburg: Clifford und DLA holen neue Steuerpartner

Clifford Chance vergrößert ihr Steuerteam in Luxemburg und holt dazu DLA Pipers lokalen Steuerchef Geoffrey Scardoni. Doch auch DLA hat Zugänge zu vermelden: Jacques Wantz kommt als Partner von Allen & Overy, zu ihm gesellt sich Emre Akan.

Geoffrey Scardoni

Geoffrey Scardoni

Clifford-Zugang Scardoni war vier Jahre lang Leiter der luxemburgischen Steuerabteilung von DLA Piper. Dort übernahm er internationale Steuerangelegenheiten, darunter Transaktionen und Unternehmensstrukturierungen für Private-Equity-Gesellschaften und Risikokapitalgeber sowie die Zusammenarbeit mit Finanzinvestoren. Von 2013 bis 2015 war er auch Partner im luxemburgischen Büro von King & Wood Mallesons, das nach der Insolvenz der britischen LLP der Kanzlei geschlossen wurde. Zuvor war Scardoni acht Jahre lang als Steueranwalt bei Loyens & Loeff tätig.

 „Geoffrey ist eine wertvolle Ergänzung zu unserer Steuerpraxis, die eine Schlüsselrolle bei der Strukturierung von Investitionen und anderen Transaktionen in Europa spielt“, sagt Chris Davies, Global Practice Area Leader for Tax, Pensions, and Employment bei Clifford Chance zu dem Wechsel. „Luxemburg ist eine wichtige Drehscheibe für Fondsmanager und Finanzinvestoren, und Geoffrey bringt die Fähigkeiten und Erfahrungen mit, die diese Kunden benötigen.“

Im Rahmen der Post-Brexit-Strategie hat Clifford die luxemburgische Büroleitung im Zuge der Neubesetzung der Senior-Partnerrolle ebenfalls neu aufgestellt. Partner Steve Jacoby wird seine Rolle als geschäftsführender Gesellschafter im kommenden Mai antreten, einen Monat nach dem geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union am 29. März, während Christian Kremer der erste luxemburgische Senior-Partner der Kanzlei sein wird.

Jacques Wantz

Jacques Wantz

Auch die deutsche Steuerpraxis profitiert vom Ausbau in Luxemburg, da immer mehr Anleger aus Deutschland luxemburgische Fond-Vehikel nutzen, um auf alternative Investments zu setzen. „Luxemburg bietet ein verlässliches Rechtssystem“, sagt Dr. Josef Brinkhaus, Leiter der deutschen Fonds-Praxis bei Clifford Chance. Durch den Brexit werde Luxemburg deutlich aufgewertet. „Viele Investoren machen um Großbritannien mittlerweile einen Bogen.“ Mit Scardoni könne man noch besser als früher den luxemburgischen Teil solcher Transaktionen beraten.

Auch DLA wächst in Luxemburg

Zeitgleich mit dem Wechsel von Scardoni hat auch DLA Piper in Luxemburg Partnerzugänge zu vermelden: Dort kommt als Partner Jacques Wantz von Allen & Overy, wo er seit 2008 tätig war. Er wird begleitet von Emre Akan, der ebenfalls in die luxemburgische Steuerpraxis einsteigt.

Wantz ist spezialisiert auf Internationales und Körperschaftsteuerrecht mit den Schwerpunkten grenzüberschreitende Private Equity, Immobilien- und Fremdkapitalanlagen sowie die steuerliche Strukturierung von regulierten und unregulierten Investmentfonds. Er berät auch in den steuerlichen Aspekten von Unternehmensumstrukturierungen, Verbriefungen und Kapitalmarkttransaktionen.

„Die Ernennung von Jacques zeigt einmal mehr unser Engagement, unsere Steuerfähigkeiten weiter zu stärken, und wir freuen uns, ihn in der Kanzlei willkommen zu heißen“, sagt Dr. Konrad Rohde, Head of Tax und Co-Managing Partner von DLA Piper in Deutschland. „Seine Expertise in grenzüberschreitenden Private Equity und Investmentfonds wird das Leistungsspektrum, das wir unseren Kunden anbieten können, vertiefen.“

Auch auf internationaler Ebene sind die Fähigkeiten des neuen Partners willkommen. „Luxemburg spielt mehr denn je eine bedeutende Rolle in der Banken- und Finanzwelt, insbesondere im Bereich der Investmentfonds und der Steuerplanung, in denen wir ein großes Wachstumspotenzial und eine starke Nachfrage unserer Kunden sehen“, sagt Catherine Pogorzelski, Country-Managing-Partner von DLA Piper in Luxemburg zu den beiden Neuzugängen. „Ich bin überzeugt, dass sie uns helfen werden, unsere Ziele in Luxemburg und international zu erreichen, und sie werden eine wichtige Rolle in unserer Fondspraxis spielen sowie unsere Gesellschafts- und Finanzanwälte unterstützen.“ (Ulrike Barth, Eva Flick)

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