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08.02.2019

Kennzahlen: Mazars-Steuerberatung wächst leicht über Durchschnitt

Mazars hat in der Steuerberatung in Deutschland im vergangenen Geschäftsjahr um rund sieben Prozent zugelegt. Der Umsatz stieg auf knapp 70 Millionen Euro an. Damit entwickelte sich der Bereich etwas besser als die Next-Ten-Gesellschaft insgesamt. Sie setzte im Geschäftsjahr 2017/18, das bereits im August endete, 143 Millionen Euro um, was einem Plus von 5,7 Prozent entspricht.

Christoph Regierer

Christoph Regierer

Die internationale Mazars-Partnerschaft hatte in dieser Woche die Zahlen für die gesamte Gesellschaft bekannt gegeben. Danach stieg der Umsatz von Mazars um 9 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro an.

Der Grund für das langsamere Wachstum hierzulande liegt offenbar in der Wirtschaftsprüfung. Zwar prüft Mazars nach eigenen Angaben rund 40 Banken und Versicherer in Deutschland und sei „damit die Nummer 5 hinter den Big Four in Deutschland“, wie Managing Partner Dr. Christoph Regierer gegenüber dem Magazin ‚Finance‘ sagte. Doch fiel das Plus mit vier Prozent in der Wirtschaftsprüfung dennoch verhalten aus. Dies könnte sich jedoch bald ändern: Zusammen mit Ernst & Young hat Mazars den Joint Audit bei Opel gewonnen.

Steuerberatung mit mehr Dynamik

Einen größeren Sprung als die Wirtschaftsprüfung machte mit sieben Prozent dagegen der Bereich Steuern. Hier – wie in der Beratung insgesamt – haben laut Mazars auch neue Mandate im öffentlichen Sektor, der Immobilienwirtschaft und in der Gesundheitsbranche zum Wachstum beigetragen, also in Sektoren, in denen das Prüfungs- und Beratungshaus traditionell stark ist. Hinzu seien zahlreiche Aufträge bei international agierenden, mittelständischen Unternehmen sowie zunehmend grenzüberschreitende Prüfungs- und Beratungsprojekte gekommen. 

Aufgeschlüsselt nach Einzelfeldern in der Steuerberatung wird deutlich, dass die Bereiche Konzern- und Transaktionssteuern bei Mazars für rund 40 Prozent der Steuereinnahmen stehen. Nach JUVE Steuermarkt-Informationen setzte Mazars hier rund 28 Millionen um. Es folgen Umsatzsteuern und die Beratung vermögender Privatpersonen mit jeweils rund 11 Millionen Euro.

Mit knapp 70 Millionen dürfte Mazars auf Platz 10 der größten deutschen Steuerberatungshäuser nach Ebner Stolz Mönning Bachem und vor Baker Tilly bleiben. (Jörn Poppelbaum)

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