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28.01.2020

Umsatz: Warth & Klein wächst in der Steuer- sowie in der Rechtsberatung

Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton (WKGT) hat im Geschäftsjahr 2018/19 einen Gesamtumsatz von 137 Millionen Euro erwirtschaftet (Vorjahr: 105 Millionen Euro). Damit wuchs die Next Ten um satte 30,5 Prozent. Größter Umsatztreiber war die im März 2019 vollzogene Fusion mit der Berliner Gesellschaft Trinavis. Doch WKGT konnte auch aus eigener Kraft wachsen. Eigenen Angaben zufolge betrug das organische Wachstum immerhin zwölf Prozent.

Michael Häger

Michael Häger

Vor allem für die Steuerberatung war der Zusammenschluss mit Trinavis ein merklicher Wachstumstreiber. Hier hat die Gesellschaft von 34,2 Millionen Euro auf 54,1 Millionen zugelegt, was einem Wachstum von rund 58 Prozent entspricht. Neben der Fusion mit den Berlinern hat Warth & Klein eigenen Angaben zufolge auch im steuerlichen Eigengeschäft zugelegt. „Sowohl die Spezialbereiche wie Umsatzsteuern, Verrechnungspreise und Global Mobilty Services als auch das konzernsteuerlich fokussierte Kerngeschäft haben zum Umsatzwachstum beigetragen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Häger gegenüber JUVE Steuermarkt.

Rechnet man das Geschäft mit vermögenden Privatkunden hinzu, das Warth & Klein unter dem Geschäftsbereich Private Finance ausweist, kommt man gar auf einen steuerlichen Gesamtumsatz von 58,4 Millionen Euro.

Auch die anderen Beratungssegmente haben sich durch die Bank weg positiv entwickelt. So entfallen rund 43,4 Millionen Euro des Umsatzes auf das Prüfungsgeschäft (Vorjahr: 37,1 Millionen Euro) und 28,3 Millionen Euro auf den Bereich Corporate Finance Advisory & Services (Vorjahr: 25 Millionen Euro). Zudem hat die Gesellschaft erstmals den Umsatz für das Rechtsgeschäft gesondert publiziert. Dieses wuchs um zwei Drittel auf 6,5 Millionen Euro (Vorjahr: 3,9 Millionen Euro). Davor rechnete Warth & Klein den Rechtsumsatz dem Steuerbereich hinzu.

Der Grund für die Umstellung: „Bislang war unser Rechtsgeschäft vor allem ’steuerinduziert’“, sagte Häger. Mit dem Zugang der Münchner Kanzlei Nachmann im August 2018 habe sich dies geändert. „Unser Rechtsgeschäft steht nun auf wesentlich breiteren Füßen. Diese Entwicklung wollen wir weiter forcieren.“ Derzeit arbeiten für die Rechtsberatungsgesellschaft von Warth & Klein 40 Anwälte. Ziel sei es, mittelfristig auf 100 Anwälte zu wachsen.

Warth & Klein beschäftigt in Deutschland 1.350 Mitarbeiter an zehn Standorten. Die Next Ten ist Teil des Grant Thornton-Netzwerks, das mit über 56.000 Mitarbeitern an mehr als 700 Standorten und in rund 140 Ländern aktiv ist. (Daniel Lehmann)

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