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02.02.2021

Umsatzplus: Warth & Klein wächst am stärksten in der Steuerberatung

Warth & Klein Grant Thornton (WKGT) hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2019/2020 erneut gesteigert. In dem Ende September 2020 abgelaufenen Zeitraum erwirtschaftete die Next-Six-Gesellschaft insgesamt 147 Millionen Euro (Vorjahr: 137 Millionen Euro). Das entspricht einem Umsatzwachstum von 7,4 Prozent. Kräftigster Wachstumstreiber war die Steuerberatung.

Michael Häger

Michael Häger

Schaut man sich den Bereich Tax gesondert an, kam WKGT im Geschäftsjahr 2019/20 auf einen Umsatz von 44,9 Millionen Euro. Im Vorjahr schlugen hier noch 54,1 Millionen Euro zu Buche. Allerdings hat die Beratungsgesellschaft erstmalig den bislang Tax zugeordneten Geschäftsbereich Business Process Solutions Services (BPS) als eigenständige Service Line ausgewiesen. Hier kam WKGT auf einen Umsatz von 19,5 Millionen Euro.

Addiert man die beiden Bereiche und rechnet zudem das Geschäft mit vermögenden Privatkunden hinzu, das Warth & Klein unter dem Geschäftsbereich Private Finance ausweist, kommt man gar auf einen steuerlichen Gesamtumsatz von 68,9 Millionen Euro (Vorjahr: 58,4 Millionen Euro) – ein Plus von knapp 18 Prozent.

Spezialisierung trägt Früchte

„In den Geschäftsbereich BPS fließen vor allem Tätigkeiten wie Finanz- und Lohnbuchhaltung, Jahresabschlüsse und das Deklarationsgeschäft für in Deutschland tätige ausländische Investoren. Und dieser Bereich hat mittlerweile eine Größenordnung angenommen, die uns dazu bewogen hat, ihn selbstständiger zu führen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Häger gegenüber JUVE Steuermarkt. Zudem trage die sukzessive Spezialisierung, die Warth & Klein in den vergangenen Jahren vorangetrieben hat, zum Umsatzwachstum bei. „Vor allem die Themen Umsatz- und Lohnsteuer schlagen nun voll durch. Hinzu kommt aber auch ein größeres Gewicht an Branchenschwerpunkten, etwa bei Handel und Immobilien.“

In der klassischen Wirtschaftsprüfung stieg der Umsatz um 7,8 Prozent auf 46,8 Millionen Euro (Vorjahr: 43,4 Millionen Euro). Das klassische Beratungs- sowie das Rechtsgeschäft entwickelten sich hingegen negativ: Im Bereich Advisory kam WKGT auf 24,6 Millionen Euro (Vorjahr: 28,3 Millionen Euro), was einen Umsatzrückgang von 13 Prozent bedeutet. In der Rechtsberatung schlugen 6,3 Millionen Euro (Vorjahr: 6,5 Millionen Euro) zu Buche – rund 3,2 Prozent weniger als im Geschäftsjahr 2018/19. „Hier hat sich vor allem der pandemiebedingte Rückgang des Projektgeschäfts negativ ausgewirkt“, heißt es in der Pressemitteilung von Warth & Klein.

Die im Oktober 2020 vollzogene Fusion mit dem Hamburger sowie dem Rostocker Büro der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft PKF Fasselt Schlage hatte auf die nun veröffentlichten Zahlen noch gar keinen Effekt. Laut Häger wird diese Verstärkung im kommenden Geschäftsjahr rund 10 Millionen Euro zum Umsatz beitragen. (Daniel Lehmann)

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