Probst soll bei Deloitte, der Nummer Vier im hiesigen Markt, die Sparte Audit & Assurance weiter ausbauen, zu der neben dem Geschäft mit Abschlussprüfungen auch die Begleitung in Corporate Governance- und Compliance-Fragen gehört. Dafür bringt er denkbar viel Kompetenz mit, denn seine Schwerpunkte liegen in der Corporate Governance- und Compliance-Beratung sowie in der Prüfung und Beratung von international aufgestellten Familienunternehmen und Stiftungen. Besondere Erfahrung hat er unter anderem in den Branchen Handel und Konsumgüter, Medien, Gesundheit sowie Immobililien.Begonnen hatte er seine Karriere 1993 im Audit & Assurance-Team von Arthur Andersen, 2000 wechselte er dann zu BDO. Dort gestaltete er zuletzt als Vorstandsmitglied und Standortleiter in der Hamburg Zentrale die Strategie des Unternehmens entscheidend mit und koordinierte das internationale Geschäft.
Bei Deloitte in Hamburg ist Probst einer von 53 Partnern und Direktoren, insgesamt zählt der Standort 540 Mitarbeiter, davon arbeitet mehr als jeder Dritte in der Sparte Audit & Assurance. Mit der Verpflichtung von Probst sendet Deloitte nun auch ein weiteres klares Signal, dass sie es ernst meint mit dem Ziel, ihren Marktanteil bei der Abschlussprüfung von Unternehmen in den DAX-Indizes insgesamt auf 20 Prozent zu steigern. Bislang verfügt die kleinste der Big Four-Beratungsgesellschaften nur über vergleichsweise wenig große Prüfungsmandate. Zuletzt gelang es Deloitte aber bereits, Prüfungsmandate von Bayer und Tui zu gewinnen. Bis zum Jahr 2020 müssen im Zuge gesetzlich geregelten Abschlussprüferrotation deutschlandweit 1.600 Unternehmen den Prüfer wechseln.
Der Umsatz von Deloitte dürfte damit weiter deutlich steigen. Zuletzt hatte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2015/2016 mit rund 6.400 Mitarbeitern in Deutschland 963 Millionen Euro umgesetzt. Zum Vergleich: Die nächstgrößere Wettbewerberin BDO kommt nur auf knapp ein Viertel dieses Umsatzes. (Stephan Mittelhäuser)