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Die Zahl klingt atemberaubend. Rund 918 Millionen Euro – so hoch war der Verlust, den der Lieferdienst Delivery Hero im ersten Halbjahr 2021 einstellte. Der Dax-Konzern verdoppelte damit sein Minus gegenüber dem Vorjahreswert, wie das Handelsjournal berichtete. Bei den schnellen Ablegern der Branche sieht es nicht besser aus: Schätzungen gehen von zweistelligen Millionenbeträgen aus, die so genannte Quick-Commerce-Lieferdienste hierzulande verbrennen – pro Monat. Bei jedem „normalen“ Industrieunternehmen würden jetzt die Alarmglocken klingeln. Trotzdem stehen Investoren Schlange und pumpen weiter fleißig Geld in die Branche. Denn Delivery Hero und Quick-Commerce-Einheiten wie Flink, Getir und Gorillas sind mehr als nur Lieferdienste. Sie sind auch Technologieentwickler, E-Commerce-Massenarbeitgeber und Venture-Capital-Vehikel.