Lieferdienste

Im Spannungsfeld von Wachstum und Verlust

Autor/en
  • Götz Kümmerle

Horrende Investitionen, nicht minder schwindelerregende Verluste: In der Branche der Quick-Commerce-Lieferdienste werden enorme Summen bewegt – und verbrannt. Trotz, oder gerade deswegen, bauen die ersten nun Steuerfunktionen auf. Denn die Aufgaben sind vielfältiger, als der Blick auf die Finanzen vermuten lässt.

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Der Gorillsa-Rider fährt nur mit Verlust. Braucht es dann eine Steuerfunktion? (Foto: picture alliance/dpa | Annette Riedl)

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Die Zahl klingt atemberaubend. Rund 918 Millionen Euro – so hoch war der Verlust, den der Lieferdienst Delivery Hero im ersten Halbjahr 2021 einstellte. Der Dax-Konzern verdoppelte damit sein Minus gegenüber dem Vorjahreswert, wie das Handelsjournal berichtete. Bei den schnellen  Ablegern der Branche sieht es nicht besser aus: Schätzungen gehen von zweistelligen Millionenbeträgen aus, die so genannte Quick-Commerce-Lieferdienste hierzulande verbrennen – pro Monat. Bei jedem „normalen“ Industrieunternehmen würden jetzt die Alarmglocken klingeln. Trotzdem stehen Investoren Schlange und pumpen weiter fleißig Geld in die Branche. Denn Delivery Hero und Quick-Commerce-Einheiten wie Flink, Getir und Gorillas sind mehr als nur Lieferdienste. Sie sind auch Technologieentwickler, E-Commerce-Massenarbeitgeber und Venture-Capital-Vehikel.

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