Dem Vernehmen nach wurde Jung umgehend freigestellt, als klar wurde, dass er wieder zu seinem alten Arbeitgeber zurückkehrt. Denn für Jung ist der Wechsel zu EY eine Rückkehr in alte Gefilde: Der Diplom-Finanzwirt und Steuerberater war bereits von 2001 bis 2005 bei der Big Four-Gesellschaft tätig, zuletzt als Senior Manager. Im Jahr 2005 nahm er schließlich seine Arbeit bei WTS auf. Dort war er im Bereich Corporate Tax/International tätig.
Als einer von drei Steuer-Mangaging Partnern − daneben gibt es noch zwei im Consulting und einen Managing Partner im Bereich Private Clients − gehörte Jung zu den zentralen Figuren bei WTS. Zusammen mit WTS-Vorstandschef Fritz Esterer sowie seinen Steuer-Co-Managing Partnern Lothar Härteis (München) und Ulrike Schellert (Frankfurt) bildete Jung überdies den Vergütungsausschuss des Beratungsunternehmens.
Im Münchner Steuerberatermarkt ist Jung vor allem für seine Beratung im nationalen und internationalen Konzernsteuerrecht sowie bei Restrukturierungen und Transaktionen bekannt. Das Know-how von Jung sollte die Beratungsschwerpunkte des Münchner EY-Standortes gut ergänzen. Das Büro der WP-Gesellschaft gilt in der bayrischen Landeshauptstadt als eines der führenden und wird insbesondere für die Beratung im internationalen Steuerrecht und bei Transaktionen hervorgehoben.
Während sich WTS in jüngster Zeit mit Berufsträgern von KPMG und PwC verstärkte – unter anderem gewann sie mit Kay Masorsky von KPMG einen erfahrenen Partner im Zollrecht – verlor sie an EY bereits im Vorjahr einen Partner und eine of Counsel: Im Oktober haben sich Dr. Bela Jansen und Veronika Greger EY als Partner angeschlossen. Beide waren bei WTS zuvor für den Bereich Asset-Management & Financial Services tätig.
WTS beschäftigt an ihrem Hauptstandort in München knapp 300 Berufsträger, davon 25 Partner.