Salzberger war seit 2013 Leiter der Konzernsteuerabteilung bei Linde. Davor leitete er rund sechs Jahre die internationale Steuerabteilung des Unternehmens. Von 2004 bis 2007 war Salzberger außerdem in der Steuerabteilung des Automobilherstellers BMW tätig.
Ob Salzbergers Weggang mit der Fusion mit Praxair in Zusammenhang steht, ist nicht bekannt. Nach langem Hin und Her konnten die beiden Wettbewerber im März endlich zusammengehen, nachdem die US-Wettbewerbsbehörde FTC die Auflagen für den fusionierten Gasekonzern aufgehoben hatte. Das neue Unternehmen Linde plc ist seitdem der größte Gasehersteller der Welt.
Linde ist zwar nach wie vor im Dax gelistet, wird offiziell aber von den USA aus geführt. Damit ist es durchaus denkbar, dass auch die zentrale Steuerabteilung nicht mehr in den Verantwortungsbereich eines Deutschen fällt. Wieviele Mitarbeiter nach der Fusion in der Konzernsteuerabteilung arbeiten, ist ebenfalls nicht bekannt. Vor der Fusion waren es JUVE Steuermarkt-Recherchen zufolge rund 20 Mitarbeiter, von denen 15 Berufsträger waren.
Im Zuge der endgültig im März erfolgten Fusion mit Praxair und den damit zusammenhängenden Verkäufen diverser Geschäftszweige setzte Linde in Deutschland sowohl rechtlich als auch steuerlich vor allem auf die Kanzlei Hengeler Mueller. Das Team um Salzberger war steuerlich maßgeblich beteiligt und wurde von der Big-Four-Gesellschaft Ernst & Young unterstützt.