Hintergrund Reform der Steuerberaterprüfung

„Routine entscheidet – nicht die Technik“

Die Steuerberaterprüfung steht vor Veränderungen: Ab 2026 führen viele Bundesländer die digitale Prüfung als Wahloption ein. Weitere Strukturreformen wie die Modularisierung werden frühestens ab 2028 erwartet. Alexandra Kandler, Geschäftsführerin und Leiterin des Steuerberaterlehrgangs bei Knoll, ordnet die Veränderungen im Interview ein.

von Verena Clemens

Alexandra Kandler ist Mitglied der Geschäftsleitung und seit 2024 Geschäftsführerin des Steuerrechts‑Instituts Knoll. Sie verantwortet den Steuerberaterlehrgang seit 2018.

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JUVE Steuermarkt: Die Steuerberaterprüfung gilt seit jeher als eines der härtesten Berufsexamina. Gleichzeitig kommt viel Bewegung in das Prüfungsumfeld. Wie blicken Sie auf die aktuelle Lage?
Alexandra Kandler: Wir erleben gerade eine interessante Doppelbewegung: Einerseits wird die digitale Prüfung ab 2026 in vielen Bundesländern flächendeckend als Wahlmöglichkeit eingeführt – ein echter Modernisierungsschritt. Gleichzeitig gibt es Reformansätze wie die Modularisierung, die frühestens 2028 realistisch werden. Für die Vorbereitung der Kandidatinnen und Kandidaten bedeutet das: Sie müssen heute in zwei Zeithorizonten denken. Kurzfristig braucht es Routine, Konsequenz und Durchhaltevermögen im aktuellen System, während strukturelle Veränderungen noch nicht spruchreif sind.

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