Unsichere Zukunft trotz Infrastruktur-Boom: Nach dem Boom ist vor der Konsolidierung – an diesem Punkt scheint der Markt der Investmentfondsberater gerade angekommen zu sein. Das hat nicht nur mit der anhaltenden Flaute im Immobiliensektor, allgemein steigendem Kostendruck und hartem Equity-Management in den Partnerschaften zu tun. Tatsächlich war die Zukunft der Fondsindustrie insgesamt schon einmal klarer.
Hatte dieser Sektor in den 2010er- und frühen 2020er-Jahren noch praktisch ungebrochen expandiert und damit Erfolgsgeschichten wie die von
Dazu kommt der unklare Kurs, den die Politik beim – vor allem steuerlichen – Rahmen für die Fondsindustrie fährt: einerseits üppige Sondervermögen, Investoren-Roadshows und Förderpläne, andererseits Festhalten an teils jahrzehntealten Erlassen und Beharrungskräfte selbst dort, wo eigentlich der große Wurf gewünscht war, etwa beim Standortfördergesetz. Das Resultat ist Unsicherheit bei Fondsmanagern und -investoren gleichermaßen; manche sehen die deutsche Fondsbranche bereits nach Luxemburg oder anderswohin abwandern.
Kanzleien expandieren im Ausland
Interessant ist, welche Kanzleien in einem solchen Umfeld expandieren – und wohin. Die größten Schritte machten einige Praxen zuletzt nicht in Deutschland:
Andere Player nutzten die Gelegenheit, die der Rückzug von
Nach den diversen Omnibus-Paketen der EU stehen anderswo inzwischen große Fragezeichen hinter dem Beratungsfeld ESG, etwa bei Lieferkettenthemen. Für die fondsrechtliche Beratung dagegen bleiben ESG-Aspekte ungebrochen relevant. Zusätzliche Dynamik kommt aktuell mit der Frage nach Rüstungs-Investments ins Spiel. Derzeit spielt sich die Debatte zwar noch weitgehend im Akademischen ab, doch für manche VC-Fonds sind die ersten Defence-Investments bereits Realität.