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Marktentwicklung

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Der Beratungsmarkt im Westen vereint stabile Mandatsbeziehungen mit wachsendem Anpassungsdruck. Zwar bilden langjährige Mandantenverhältnisse weiter das Fundament vieler Praxen, doch gleichzeitig zwingen Digitalisierung, verschärfte Regulierung und strukturelle Transformationen Mandanten wie Berater dazu, etablierte Modelle zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Die zunehmende Automatisierung steuerlicher Routinetätigkeiten, neue Anforderungen an Datenqualität und Compliance sowie eine stärkere Internationalisierung der Steuerfragen verändern die Beratung zusätzlich. Viele Einheiten reagieren mit Investitionen in Technologie, Prozessoptimierung und interdisziplinäre Teams, um ganzheitlicher beraten und komplexe Transformationsprojekte begleiten zu können.

Längst hat sich in den meisten Beratungshäusern die Erkenntnis durchgesetzt, dass zeitgemäße Steuerberatung ohne digitale Elemente nicht mehr funktioniert – und KI sich zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor entwickelt. Entsprechend gewinnt die Weiterentwicklung digitaler Strukturen in vielen Einheiten an Dynamik. Dazu zählen unter anderem AHW Hunold & Partner, Husemann, Audalis Kohler Punge & Partner, HLB Dr. Stückmann und Partner oder Wuthold & Braun und WWS Wirtz Walter Schmitz.

Besonders Nachfolgethemen prägten vielerorts den Alltag und sorgten in zahlreichen Einheiten für ein sehr lebhaftes Beratungsgeschäft. Flankiert wurde dies von einer Vielzahl an Fragen zur Schenkung-, Erbschaft- und Wegzugsbesteuerung sowie Fragen zur Grunderwerbsteuer. Neben dem Deklarationsgeschäft blieb für die meisten Gesellschaften die steuerliche Begleitung von Umstrukturierungen, Transaktionen und Nachfolgeprojekten ein wichtiges Standbein.

International zahlte sich die Einbindung in Netzwerke und Allianzen erneut aus. Beratungshäuser wie ADKL Abels Decker Kuhfuß & Partner, Breidenbach und Partner, kbht oder WWS Wirtz Walter Schmitz greifen bei grenzüberschreitenden Fragen auf diese Strukturen zurück. Gesellschaften wie Frankus, Dr. Ganteführer Marquardt & Partner oder Tigges agieren mit eigenen International Desks. Inhaltlich standen dabei zuletzt u.a. Expat‑Themen, Verrechnungspreise, umsatzsteuerliche Fragen oder die Umsetzung von Pillar‑II‑Vorgaben im Fokus.

Neben dem lokalen Mittelstand setzen auch öffentliche Einrichtungen und kommunale Betriebe auf Beratungsteams, die nicht nur steuerlich versiert sind, sondern auch Erfahrung im Umgang mit Beihilferecht und anderen rechtlichen Themen mitbringen. Auch Start-ups, Ausgründungsinitiativen und vermehrt auch Dienstleister und Forschungseinrichtungen zählten zum Mandantenkreis. Die Nähe zu den Entscheidern vor Ort und ein tiefes Verständnis regionaler Strukturen bleiben auch hier ein Wettbewerbsvorteil.

In Summe zeigt sich der Westen als reifer, aber keineswegs statischer Markt: Die führenden Beratungshäuser verbinden ihre gewachsene regionale Verankerung zunehmend mit technologiegestützter Beratung – und positionieren sich damit als gefragter Transformationspartner in einem Umfeld, das sich auch hier schnell wandelt.

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