Omio zählt zu den wenigen deutschen Einhörnern in der Start-up-Szene – also zu den jungen Firmen, die mit mindestens einer Milliarde Euro und mehr bewertet werden. Über die Plattform lassen sich verschiedene Reiseoptionen per Bahn, Flugzeug oder Bus online und mittels App verbinden und vergleichen.
Gegründet als GoEuro im Jahr 2013, wurde das Unternehmen im Februar 2019 im Zuge der Ausweitung der Services auf den nordamerikanischen Kontinent in Omio umbenannt. Aktuell beschäftigt das Berliner Start-up mehr als 300 Mitarbeiter und erreicht etwa 27 Millionen Nutzer pro Monat.
Insgesamt hat das Unternehmen bereits ungefähr 400 Millionen Dollar an Kapital eingesammelt. Zu den Investoren der aktuellen Finanzierungsrunde zählen neue und bestehende Investoren, darunter Temasek, Kinnevik sowie Goldman Sachs Asset Management, NEA und Kleiner Perkins. Außerdem haben Atomico, Battery Ventures, Lakestar, Silver Lake Kraftwerk und Hillhouse Capital investiert.
Berater Temasek und Kinnevik
Orrick Herrington & Sutcliffe (London): Shawn Atkinson (Federführung), Jonathan Chou (New York; beide Finanzrecht), Dr. Stefan Schultes-Schnitzlein; Associate: Dr. Andreas Skupien (beide Steuerrecht; beide Düsseldorf), Maria Bergenhem (Finanzrecht)
Berater Omio
Inhouse Recht (Berlin): Tobias Haar (General Counsel), Moira Jimenez Guelbenzu (Senior Legal Counsel), Eva Guibert (Legal Counsel)
Latham & Watkins (Boston): Susan Mazur; Associate: Peter Prial (beide Finanzrecht)
Hintergrund: Aufseiten von Omio war maßgeblich das Inhouse-Team um General Counsel Tobias Haar an der rechtlichen Umsetzung der Finanzierungsrunde beteiligt. Haar wechselte Ende 2018 vom Computerspielehersteller Gameforge zu Omio (damals noch GoEuro). Da die Omio-Muttergesellschaft in den USA sitzt, wurde die Finanzierung nach US-amerikanischem Recht strukturiert – hier holte sich Omio externe Unterstützung von Latham aus Boston. Auf Latham-Partnerin Susan Mazur vertraut Omio bereits seit 2013 regelmäßig.
Temasek aus Singapur und der schwedische Zalando-Investor Kinnevik mandatierten erneut ein Orrick-Team unter der Federführung des Londoner Partners Atkinson. Mit an Bord war auch der Düsseldorfer Partner Dr. Stefan Schultes-Schnitzlein, der die steuerrechtliche Beratung abdeckte. Orrick war bereits in der Vergangenheit für die beiden Investoren tätig. Atkinson hatte Kinnevik auch 2019 bei einer 500-Millionen-Dollar-Finanzierung für das Start-up Babylons begleitet. Schultes-Schnitzlein wiederum war nun innerhalb kurzer Zeit bei zwei Finanzierungsrunden dabei: Erst im Juni hatte er steuerlich bei einer Series-E-Runde beraten, in der der Content-Management-Systemanbieter Contentful 80 Millionen US-Dollar einsammeln konnte.