Juve Plus Kühlgeräte-Fusion

Dantherm Group fusioniert mit Hilfe von A&O und Shearman mit Trotec

Die dänische Dantherm Group und das gründergeführte Unternehmen Trotec aus dem Rheinland sind fusioniert. Sie erzielen einen kumulierten Umsatz von rund 360 Millionen Euro. Dantherm ist ein Portfoliounternehmen der Deutsche Beteiligungs AG (DBAG).

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Der DBAG Fund VIII hatte sich im November 2021 im Zuge eines Management-Buy-outs mehrheitlich an dem dänischen Unternehmen Dantherm beteiligt und unterstützt den Zusammenschluss mit der in Heinsberg ansässigen Trotec jetzt mit einer Kapitalspritze. Im übrigen sei die Transaktion überwiegend fremdfinanziert, heißt es. Sie bedarf noch behördlicher Genehmigungen in Deutschland und Österreich.

Sowohl Trotec als auch Dantherm stellen Geräte zur Beheizung, Luftkühlung und Luftentfeuchtung her. Während die dänische Firma überwiegend Industriekunden über Großhändler beliefert, entfallen bei Trotec rund ein Drittel des Umsatzes auf Privatkunden des Online-Shops.

Rückbeteiligung inklusive

Trotec-Gründer Detlev von der Lieck beteiligt sich im Zuge der Transaktion signifikant an der dänischen Holdinggesellschaft, teilte das Frankfurter Beteiligungshaus DBAG mit, das wie üblich auch selbst investierte. 

Investoren des DBAG Fund VIII, der 2020 mit Investitionszusagen über 1,1 Milliarden Euro aufgelegt wurde, sind vor allem Pensionsfonds, die rund 36 Prozent der Zusagen machten, Versicherungen (25 Prozent) sowie Family Offices (12 Prozent).  

Heike Weber

Berater Dantherm Group 
Allen & Overy: Dr. Roman Kasten (Frankfurt), Dr. Nils Koffka (Hamburg), Dr. Hendrik Röhricht (München; alle Corporate/Private Equity), Dr. Heike Weber (Steuerrecht), Dr. Sebastian Schulz (Arbeitsrecht; beide Frankfurt); Associates: Dr. Marcus Mackensen, Dr. Jan Frederik Holst (beide Hamburg), Laura Reuther, Adriana Worms, Vida Malakooti-Dehkordy (alle drei Frankfurt; alle Corporate/Private Equity), Catharina Glugla (Datenschutz), Anna Kräling, Katharina Jünemann (alle drei Düsseldorf), Cynthia Shen (Schanghai; alle drei IP), Dr. Marcus Grühn (Hamburg), Simon König, Hauke Jung (alle Immobilienrecht), Sven Bischoff (Steuerrecht), Anne Pelzer (Arbeitsrecht; alle Frankfurt)
Bech-Bruun (Kopenhagen): Thomas Gjøl-Trønning; Associate: Sebastian Thorsager (beide M&A/Private Equity)
Linklaters (Luxemburg): Simone Schmitt, Laetitia Aria (beide Corporate)
Shearman Sterling (München): Dr. Jann Jetter (Steuerrecht)
King & Wood Mallesons (Frankfurt): Tilman Siebert (Fusionskontrolle)
Inhouse Recht (DBAG; Frankfurt): Dr. Matthias Döll (Director Legal)

Jann Jetter

Berater Trotec Holding
Dentons (Berlin): Dr. Thomas Dörmer, Dr. Tim Heitling (beide Federführung), Dr. Daniel Barth, Olivier Genevois (Paris), Dr. Carsten Steinhauer (Rom), Alessandro Dubini (Mailand), Donald Smith (Edinburgh; alle Corporate/M&A), Dr. Stefan Dittmer, Ross Nicol  (London; beide IP), Dr. Markus Diepold, Alison Weatherhead  (Glasgow), Eleanor Hart (London; alle Arbeitsrecht), Dr. René Grafunder, Michael Dean (Glasgow; beide Kartellrecht), Brian Hutcheson (Immobilienrecht; Glasgow), Emmanuelle De Schepper (Paris), Dr. Giannina Kreutz, Dr. Daniel Neudecker, Christian Fabricatore (Rom), Filippo Frabasile (Mailand; alle Corporate/M&A); Associates: Marco Martinelli (Mailand), Murray Newell,  Nicola Rae (beide Edinburgh; alle Corporate/M&A), Bernadette Baas, Lorelle Doyle (Glasgow; beide Arbeitsrecht), Dr. Dominika Wojewska (Kartellrecht), Steven King (Immobilienrecht), Kirsty Shepherd (Bank- und Finanzrecht; beide Edinburgh), John McGonagle (IP), Pamela Coulthard, Rebecca Ronney (beide Regulierung; alle Glasgow)
Deloitte (Zürich): Thomas Weber, Simon Hinske (beide Steuern) – aus dem Markt bekannt


Hintergrund: Allen & Overy-Anwalt Kasten wurde im Laufe der Transaktion zum Partner ernannt. Er koordinierte zusammen mit den Partnern Kofka und Röhricht bereits das internationale Team, das den DBAG Fund VIII im vergangenen Herbst bei dem Erwerb von Dantherm beraten hatte. Dieses Mal kam nach JUVE-Informationen noch ein Luxemburger Team von Linklaters hinzu, denn die Rückbeteiligung des Trotec-Gründers verlief laut Marktangaben über mehrere Jurisdiktionen.

Für Dantherm saß zudem die als Steuerberaterin und Rechtsanwältin doppelqualifizierte Weber mit am Verhandlungstisch. Sie gehörte auch zum Allen & Overy-Team, das unlängst den Schweizer Versicherungskonzern Zurich beriet, der knapp 720.000 Lebensversicherungspolicen an den Abwickler Viridium übertrug. Auch berät Weber regelmäßig Erwerbsfinanzierungen, wie beispielsweise zur Übernahme der englischen Tierfuttermarke Arden Grange durch AlphaPet Ventures.

Wie bei DBAG-Deals üblich, klärte der vor allem auf Private-Equity-Transaktionen fokussierte Shearman & Sterling-Partner Jetter die steuerliche Strukturierung ihrer Investments. Zuletzt beriet er beispielsweise das Portfolio-Unternehmen Fast Lean Smart Group, das die österreichische Softwarefirma Impactit und die deutsche Städtler Logistik übernahm, um mit ihnen gemeinsam die Solvares Group zu gründen, sowie die Beteiligungen am Technologieunternehmen Congatec und an der auf Brandschutz spezialisierten Multimon. Jetter war nach 17 Jahren bei Linklaters Anfang 2021 zur US-Kanzlei Shearman gewechselt, die sich damit wieder einen Steuerpartner an Bord holte.

Die Abstimmung zur Fusionskontrolle übernahm indes der Kartellrechtler Siebert von King & Wood Mallesons. Intern lag die rechtliche Mandatsführung bei Direktor Döll, der 2020 von Freshfields Bruckhaus Deringer zu dem börsennotierten Beteiligungshaus gewechselt war.

Neue Gesellschafterstruktur

Da Dantherm noch weitere Betriebsstätten in Großbritannien und Italien hat, musste die verkaufende Trotec Holding umgekehrt für ihr Re-Investment auch internationale Beraterteams hinzuziehen, die die Due-Diligence-Prozesse durchführten und die Übertragung ihrer Einheiten prüften. Dafür kam über einen Investment-Banker das Berliner M&A-Tandem Dörmer und Heitling von Dentons in das Mandat, das ein entsprechend europäisch aufgestelltes Team zusammenstellte. Um die steuerlichen Fragen bei diesem sogenannten Roll-over kümmerte sich auf Verkäuferseite dem Vernehmen nach Deloitte.

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