Intelligente Energie

GridX geht an Luther-Mandantin E.on

E.on reagiert auf die voranschreitende Digitalisierung des Strommarktes und holt sich mit der Mehrheitsübernahme am Start-up GridX das notwendige Know-how ins Haus. Medienberichten zufolge übernimmt E.on 80 Prozent an GridX und der Kaufpreis liegt bei 120 Millionen Euro. Offizielle Angaben machten die beiden Unternehmen dazu nicht.

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Bela Jansen
Bela Jansen

GridX hat eine Software zur Steuerung intelligenter Stromversorgungsnetzwerke („Smart Grids“) entwickelt. Damit lassen sich verschiedene Energieressourcen auf einer einzigen Plattform verbinden und letztlich Energieflüsse optimieren, um Energie möglichst effizient nutzbar zu machen. Konkret kann die GridX-Software so zum Beispiel das Laden von Elektroautos oder das Energiemanagement ganzer Stadtquartiere intelligent steuern. Das Unternehmen, gegründet im Jahr 2016, hat Büros in Aachen und München mit insgesamt rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Im Rahmen der ersten Finanzierungsrunde Anfang 2017 investierten unter anderem Vito One, die Risikokapitaltochter von Viessmann, und Gabor Cselle in das Start-up. Anfang 2018 folgte eine weitere Finanzierungsrunde, an der sich Innogy Ventures und Coparion als Lead-Investoren beteiligten. Da Innogy inzwischen zu E.on gehört, war der Venture-Capital-Fonds des Energiekonzerns also bereits an dem Start-up beteiligt. Seit Herbst 2020 besteht zudem eine Partnerschaft zwischen E.on und GridX zum europaweiten Roll-out eines Lastmanagements für Elektroautoladestationen.

Im Zuge der Übernahme sind die bisherigen Investoren aus dem Unternehmen ausgestiegen. 

Berater E.on
Luther (Köln): Philipp Dietz (Federführung), Dr. Björn Simon (Frankfurt; beide Corporate/M&A), Philipp Glock (Venture Capital), Christoph Schauenburg (Bank- und Finanzrecht), Dr. Bela Jansen (Steuerrecht; alle Frankfurt), Dr. Holger Stappert (Energierecht; Düsseldorf), Dr. Maximilian Dorndorf (IT; Essen); Associates: Dr. Madeleine Martinek, Falco Rohrberg (beide Corporate/M&A), Michael Ströbel (Venture Capital), Cosima Flock, Lara Paul (beide Energierecht; beide Düsseldorf), István Fancsik (IT-Recht; Essen), Stefan Jokel (Bank- und Finanzrecht; Frankfurt)
PricewaterhouseCoopers (Düsseldorf): Oliver Dörfler, David Koisiak (Köln); Associates: Martin Ratzke, Tobias Bredemeyer, Ingo Beirle (alle Steuern)
Inhouse Steuern (Essen): Atanaska Semmann, Andreas Krajewski
Inhouse Recht (Essen): Dr. Tobias Rösner (Senior Legal Counsel)

Berater Vito One (Viessmann) 
Heuking Kühn Lüer Wojtek (Köln): Dr. Jörg aus der Fünten (Venture Capital/M&A)

Dominik Berka
Dominik Berka

Berater Coparion
GSK Stockmann (Frankfurt): Dr. Markus Söhnchen (Federführung; Venture Capital/M&A), Dominik Berka (Steuerrecht); Associate: Kristina Hartmann (Venture Capital/M&A)

Berater GridX
Dechert (München): Giovanni Russo (Federführung); Associates: Christian Böhme, Sonja Feser, Florian Leitsbach (alle Corporate/M&A)

Notariat
Zürbig (Essen): Dr. Wolf-Hendrik Zürbig – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Dechert-Partner Russo steht GridX seit Längerem zur Seite und hat bereits bei der Seed-Finanzierungsrunde im Jahr 2017 beraten, als unter anderem Vito One und Gabor Cselle als Investoren an Bord kamen. Anfang 2018 begleitete Dechert unter Russos Federführung auch die Series-A-Finanzierungsrunde mit Innogy Ventures und Coparion. Der ursprüngliche Kontakt zu den GridX-Gründern war über eine Empfehlung zustande gekommen.

Die Mandatsbeziehung zwischen Luther und E.on besteht ebenfalls schon länger. Zentraler Ansprechpartner ist der Düsseldorfer Energierechtspartner Stappert. Der Energiekonzern hat in den vergangenen Jahren unter anderem große Projekte wie die Integration von Innogy gemeinsam mit Luther gestemmt.

Als E.on im März dieses Jahres sein Beraterpanel neu gestaltete, war Luther neben Linklaters die einzige Kanzlei, mit der das Unternehmen die Zusammenarbeit verlängerte. Freshfields Bruckhaus Deringer, CMS Hasche Sigle und Kümmerlein mussten weichen. Für sie rückten White & Case, die Energierechtsboutique Rosin Büdenbender sowie die Frankfurter IP-Kanzlei Best nach vorn.

Bei der Übernahme von GridX arbeitete das Luther-Team um M&A’ler Dietz eng mit der Rechtsabteilung des Essener Energiekonzerns zusammen. Auch die E.on-Steuerabteilung war in den Deal eingebunden. Das Team übernahm die Tax Due Diligence. Die rechtliche Due Diligence sowie die weitere Beratung steuerte Luther bei. Für weitere steuerliche Fragen rund um die Transaktion holte E.on zudem ein Team von PricewaterhouseCoopers hinzu. 

GSK Stockmann und Heuking berieten die bisherigen Gesellschafter Coparion und Vito One. Das GSK-Team um Söhnchen hatte den Investor bereits zum ursprünglichen Investment in GridX beraten.

 

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