Juve Plus Mobility Startup

BDO kauft für Volkswagen Financial Services das Mobility Startup Voya

Volkswagen Financial Services hat alle Anteile des Hamburger Mobility Startup Voya übernommen und erweitert damit ihr digitales Mobilitätsangebot. Mit der Business-Travel-Management-Plattform können Kunden online Flüge, Züge, Mietwagen und Hotels buchen. Der Buchungsprozess wird durch Machine Learning unterstützt. Außerdem kann die Plattform als White-Label-Lösung von Unternehmen der Reise- und Mobilitätsbranche genutzt werden. Neben Hamburg verfügt Voya auch über ein Büro in der rumänischen Hauptstadt Bukarest.

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Daniel Troost
Daniel Troost

Volkswagen Financial Services (VWFS) umfasst die Finanzdienstleistungen des Autokonzerns: Volkswagen Bank, Porsche Financial Services sowie Finanzdienstleister in den USA, Kanada und Spanien. Diese betreuen die Händler- und Kundenfinanzierung, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagement sowie diverse Mobilitätsangebote. In vielen Unternehmen wachsen Fuhrpark- und Reisemanagement immer stärker zusammen. VWFS will ihren Flottenkunden auf Basis der Plattform Voya künftig ein entsprechendes Angebot zur Verfügung stellen. 

Der Finanzdienstleister hat bereits in den vergangenen Jahren sein Geschäft durch zahlreiche Zukäufe ausgebaut: So hatte sich VWFS beispielsweise an Europas größter Flottenmanagementgesellschaft FleetCompany beteiligt und ihren Vertrieb an Flottenkunden neu aufgestellt. Außerdem übernahm VWFS den Tank- und Servicekartenspezialisten LogPay Financial Services von der DVB Bank und sicherte sich 75,1 Prozent der Unternehmensanteile an PTV Truckparking, die mittels App und Web-Plattform das Suchen und Reservieren von Lkw-Parkplätzen an Autobahnen erleichtert.

Berater Volkswagen Financial Services
BDO (Hamburg): Dr. Karsten Paetzmann (Federführung), Daniel Troost (Tax Due Diligence), Martin Geisler (Commercial Due Diligence), Frank Gerber (IT Due Diligence)
KPMG Law (Hannover): Dr. Christian Nordholtz (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Gerrit Rixen (Kartellrecht); Manager: Dr. Alexander Roos (Kartellrecht), Thorsten Jansen (IT/Datenschutz; alle Köln), Dr. Peter Schad (Bankaufsichtsrecht; München) Dr. Dimitri Immermann (Corporate/M&A); Associates: Frederik Wesch, Sandra Horn (beide Corporate/M&A), Lana Dachlauer-Baron (IT/Datenschutz; Nürnberg), 
KPMG Legal (Bukarest): Cristiana Fernbach (IT/Datenschutz); Associates: Flavius Florea (beide IT/Datenschutz), Irina Stanica (Arbeitsrecht)
Inhouse Recht (Braunschweig): Dr. Oliver Tinz, Maximilian Paulsen (beide M&A), Philipp Piontek (Legal Counsel)

Dominik Berka
Dominik Berka

Berater Voya/Altgesellschafter/Business Angels
GSK Stockmann (Berlin): Dr. Thomas Derlin (Federführung; Corporate/M&A), Dominik Berka (Steuern)

Berater Voya/Gründer/Gesellschaft
GT Restructuring (Berlin): Dr. Benedikt de Bruyn (Insolvenz-, Restrukturierungs- und Gesellschaftsrecht, M&A)

Berater Rockaway Ventures
Inhouse Recht (Prag): Jakub Kruta (Legal Counsel) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: BDO-Partner Paetzmann hat VWFS schon im Mai beim Kauf eines Mobile Payment Startups beraten. VWFS mandatiert BDO häufiger bei Transaction Services aufgrund der Kenntnisse im Bereich Startup Investments. Bei beiden Transaktionen zeigte BDO ihr integriertes Beratungsspektrum in der Beratung der Financial, Tax und IT Due Diligence. Troost war bei dieser Transaktion in enger Abstimmung mit der Steuerabteilung des VW-Konzerns für die steuerlichen Themen der Käuferseite zuständig.

KPMG Law wurde von VWFS im Rahmen einer Ausschreibung für die rechtliche Beratung mandatiert. Partner Nordholtz war schon zu seiner Zeit bei Göhmann für VWFS für Widerrufe und Musterfeststellungsklagen zuständig und nahm die Mandate 2019 bei seinem Wechsel zu KPMG Law mit. Sein Team aus Hannover war federführend für die Strukturierung, die Legal Due Diligence sowie die Gestaltung und Verhandlung der Verträge mit den Schwerpunkten im IT- und Datenschutzrecht zuständig. Für die Belange des rumänischen Standortes zogen sie ein dreiköpfiges Team aus dem Büro in Bukarest hinzu, um IP-, IT- und Arbeitsrechtsthemen in der Legal Due Diligence abzudecken.

Die Gründer Voyas mandatierten GT Restructuring unter der Ägide de Bruyns berreits für die dem Verkauf vorgelagerte Restrukturierung. Das Mandat kam durch eine Empfehlung aus einem anderen Restrukturierungsmandat zustande. De Bruyn war im Wesentlichen für restrukturierungs-, insolvenz- und gesellschaftsrechtliche Fragen zuständig und agierte nur punktuell in seiner Funktion als Fachanwalt für Steuerrecht. Die Altgesellschafter von Voya beauftragten GSK Stockmann-Partner Derlin über eine Empfehlung. Er war bereits beim Verkauf des Reisebürogeschäfts von Voya hinzugezogen worden. Dieses ging an Lufthansa City Center.

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