Onshore-Märkte

Ørsted kauft Ostwind mit Hengeler und KPMG

Das dänische Energieunternehmen Ørsted hat den deutsch-französischen Wind- und PV-Projektentwickler Ostwind gekauft. Mit dem Erwerb erweitert Ørsted, vor allem für Offshore-Aktivitäten bekannt, seine Präsenz auf dem europäischen Onshore-Markt erheblich.

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Markus Ernst

Nach Zukäufen des Onshore-Windkraftunternehmens Brookfield Renewable in Irland und Großbritannien im Jahr 2021 und dem Eintritt in den spanischen Onshore-Markt ist dies für Ørsted die nächste Transaktion innerhalb kürzester Zeit in diesem Bereich. Im US-Markt ist der nach eigenen Angaben führende Anbieter von Off-Shore-Windenergie ebenfalls vertreten.

Ostwind mit Hauptsitz in Regensburg und dem französischen Schiltigheim entwickelt, baut und betreibt Onshore-Wind- und Solar-PV-Projekte. Das Unternehmen ist seit über 20 Jahren in der Entwicklung von Onshore-Windenergie tätig.

Seit dem Einstieg in das Onshore-Geschäft im Jahr 2018 hat Ørsted sein Portfolio sukzessive ausgebaut und eigenen Angaben zufolge derzeit 4,8 Gigawatt in Betrieb und im Bau befindliche Wind- und Solarprojekte in den USA und Europa sowie eine umfangreiche Entwicklungspipeline. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, 17,5 Gigawatt Kapazität bis 2030 zu erreichen. 

Ayk Meretzki

Berater Ørsted
KPMG (Hamburg): Ayk Meretzki (Federführung), Veronique Marnat (Paris), Dirk Lohrmann, François Perthuison (Paris); Associates: Malte Simon, Vanessa Günther (alle Steuern)
Hengeler Mueller: Dr. Nicolas Böhm (Berlin), Dr. Sebastian Schneider (Frankfurt; beide Federführung; beide M&A/Energierecht), Dr. Markus Ernst (Steuern; München), Hendrik Bockenheimer (Arbeitsrecht; Frankfurt), Dr. Thorsten Mäger (Kartellrecht; Düsseldorf), Dr. Fabian Quast (Öffentliches Wirtschaftsrecht/Regulierung; Berlin), Dr. Jörg Meinzenbach (Öffentliches Wirtschaftsrecht/Regulierung sowie Kartellrecht), Dr. Anja Balitzki (Kartellrecht; beide Düsseldorf), Marius Marx (Steuern), Dr. Johannes Baumann (M&A); Associates: Dr. Marika Öry, Dr. Moritz Weidemann, Georg Tauser, Dr. Christian Voigt, Antonius Rodewig, Dr. Talbot Zander (alle Frankfurt), Tobias Schilling, Krzysztof Paluch (beide Berlin; alle M&A), Dr. Rebecca Klein (Düsseldorf), Dr. Tom Pleiner, Dr. Anton Petrov (beide Berlin; alle Öffentliches Wirtschaftsrecht/Regulierung), Dr. Isabella Zimmerl (Steuern; München), Tom Shingler (Finanzierung), Dr. Andreas Kaletsch (Arbeitsrecht; beide Frankfurt)
Jeantet (Paris): Thierry Lauriol, Martín Tavaut, Adrien Fourmon (alle Energierecht), Nicolas Goetz (M&A)
Inhouse Recht (Hamburg): Dr. Manuel Rolfes (Lead Legal Counsel)

Berater Ostwind
Sterr-Kölln & Partner (Freiburg): Heribert Sterr-Kölln, Julia Braun (beide Federführung; beide M&A/Erneuerbare Energien), Bianca Volz (Steuern), Klaus-Peter Sikora (Vertragsgestaltung), Laurent Brault (M&A; Paris), Michael Stopper (Energierecht), Dr. Katharina Schober, (Öffentliches Recht); Associates: Hans Messmer (Paris), David Ferrazini (Berlin; beide Vertragsgestaltung), Julie Joulin (M&A), Benoît Williot (Öffentliches Recht; beide Paris)

Hintergrund: Erst kürzlich wurde bekannt, dass Ørsted sein Beraterpanel für den deutschen Markt neu aufgesetzt hat. Hengeler Mueller ist demnach für Full Service- sowie M&A-Aktivitäten gesetzt und war schon Teil des vorherigen Panels. Entsprechend kam die Kanzlei auch bei dieser Transaktion wieder zum Zug.

Auch KPMG war in der Vergangenheit schon für das dänische Unternehmen tätig. Während die Big-Four-Gesellschaft sich um die Tax Due Diligence und die steuerliche Strukturierung – sowohl für den deutschen als auch den französischen Teil – kümmerte, lag die Verhandlung der steuerlichen Vertragsklauseln weitgehend in der Hand von Hengeler-Partner Ernst.

Auf Verkäuferseite hat die in Freiburg, Berlin und Paris ansässige Kanzlei Sterr-Köln umfassend beraten. Die Sozietät ist seit vielen Jahren ausschließlich auf Erneuerbare Energien fokussiert und berät in diesem Zusammenhang Projektentwicklungsunternehmen, Banken Investoren und kommunale Unternehmen. Ostwind ist ein langjähriger Mandant von Sterr-Köln.

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