Kautschuk

Clifford-Mandantin Trinseo gibt deutsche Fabriken an Synthos ab

Der polnische Chemiekonzern Synthos hat die deutschen Synthesekautschukfabriken des US-Wertstoffkonzerns Trinseo gekauft. Für die Fabriken, die sich in Schkopau in Sachsen-Anhalt befinden, will Synthos rund 370 Millionen Euro bezahlen. Der Abschluss wird für 2022 erwartet und unterliegt den behördlichen Genehmigungen.

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Dominik Engl
Dominik Engl

Mit der Übernahme des operativen Kautschuk-Geschäfts in Sachsen-Anhalt gehen auch die Produktionsinfrastruktur und die Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen auf Synthos über. Der polnische Chemiekonzern tritt mit dem Zukauf in einen neuen Markt ein. Die Transaktion umfasst ebenfalls die Übernahme von rund 440 Mitarbeitern.

Die in den USA börsennotierte Trinseo stellt synthetischen Kautschuk, Kunststoffe und Latex-Bindemittel her. Der Verkauf des Kautschuk-Geschäfts ist Teil der Strategie, sich stärker auf den Bereich Engineered Materials zu fokussieren.

Die US-Amerikaner hatten bereits 2019 in Deutschland zugekauft und eine Acrylat- und Latex-Produktionsanlage im Chemiepark Rheinmünster übernommen.

Bodo Bender
Bodo Bender

Berater Synthos
White & Case (Berlin): Carsten Rodemann, Dr. Thyl Haßler (Düsseldorf; beide Federführung), Dr. Jörg Kraffel (alle M&A/Corporate), Dr. Bodo Bender (Steuern), Thomas Burmeister (M&A/Energierecht; Düsseldorf), Dr. Tilman Kuhn (Kartellrecht; Düsseldorf), Katarzyna Czapracka (Kartellrecht; Brüssel), Hendrik Röger (Arbeitsrecht; Hamburg), Kathrin Athing (Öffentliches Recht), Andrzej Sutkowski (Kapitalmarktrecht; Warschau), Dr. Sebastian Stütze (Arbeitsrecht; Hamburg), Dr. Andreas van den Eikel (Immobilienrecht), Thilo Wienke (Kartellrecht; Düsseldorf), Dr. Tobias Daubert (Bank- und Finanzrecht; Frankfurt), Sezin Elcin-Cengiz (Kartellrecht; Istanbul); Associates: Iwo Malobecki (Warschau), Petra Kistner, Verena Rudolph, Lisa Reichstein (alle Düsseldorf), Maximilian von Möllendorf, Laura Buchholz (alle M&A/Corporate), Miriam Wehner (Steuern; Frankfurt), Christian Crohn (Öffentliches Recht), Maciej Gac (Kartellrecht; Warschau), Mathias Bogusch (IP; Frankfurt)

Berater Trinseo
Clifford Chance (Frankfurt): Dr. Jörg Rhiel (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Dominik Engl (Steuerrecht), Markus Böhn (Immobilienrecht), Dr. Stefan Simon (Arbeitsrecht), Dr. Dimitri Slobodenjuk (Kartellrecht; Düsseldorf), Dr. Claudia Milbradt (IP; Düsseldorf), Dr. Moritz Petersen (Corporate/M&A), Krzysztof Hajdamowicz (Corporate; Warschau); Associates: Lara Stelmach, Dr. Michael Kümmel (beide Corporate/M&A), Laura Lamster (Steuerrecht), Amrei Fuder (Immobilienrecht), Anne Filzmoser (Kartellrecht; Düsseldorf), Dr. Nicolas Hohn-Hein (IP; Düsseldorf)
Ernst & Young – Keine Nennungen
Inhouse Recht (Berwyn; USA): Angelo Chaclas (General Counsel), Anna Yedes (Legal Counsel)

Berater DL Chemicals (unterlegene Bieterin)
Noerr: Dr. Tibor Fedke (M&A; Berlin), Dr. Moritz Koch (Private Equity; Hamburg)  − aus dem Markt bekannt
O’Melveny & Myers (Seoul): Daniel Kim (M&A) − aus dem Markt bekannt

Berater eines weiteren Bieters
Baker & McKenzie (Frankfurt): Dr. Nikolaus Reinhuber, Ulrich Weidemann (beide Federführung), Dr. Peter Wand (alle Corporate/M&A), Dr. Florian Thamm (Corporate/Immobilienrecht), Dr. Johannes Teichmann (Handels- und Vertriebsrecht), Dr. Gregor Dornbusch, Dr. Christian Reichel (beide Arbeitsrecht), Dr. Christian Burholt (Kartellrecht), Dr. Andreas Schulz (Öffentliches Recht; beide Berlin); Associates: Dr. Valesca Molinari, Rouven Reuter (beide Corporate/M&A)

Hintergrund: Die Verkäuferin Trinseo arbeitet regelmäßig mit Clifford und Lead-Partner Rhiel zusammen, beispielsweise 2019 beim Kauf des Chemieparks Rheinmünster von The Dow Chemical Company. Auch Steuerpartner Engl war an dieser Transaktion bereits beteiligt, damals jedoch noch als Counsel und gemeinsam mit Steuerpartner Thorsten Sauerhering. Engl ist spezialisiert auf die Begleitung von Transaktionen, unter anderem mit einem Schwerpunkt auf die Immobilienbranche. Unlängst übernahm er in gemeinsamer Federführung mit Dr. Jan Grabbe die Steuerstrukturierung für Patrizia, die in das Berliner Carossa Quartier investierte. 

Das US-Unternehmen ist zudem eine langjährige Mandantin von Ernst & Young. Hier stand die WP-Gesellschaft Trinseo mit Teams in Deutschland, den USA und der Schweiz zur Seite und beriet im Rahmen der Tax Due Diligence.

Synthos hat bereits in der Vergangenheit auf ein internationales White & Case-Team gesetzt. Als das polnische Unternehmen 2016 die Ineos Styrenics übernahm, war die Kanzlei unter der Führung eines polnischen Partners mit einem jurisdiktionsübergreifenden Team aus London, Paris, Warschau und Istanbul mandatiert. Für die deutsche Mannschaft um den federführenden Partner Rodemann und Tax-Partner Bender war die Übernahme des Trinseo-Geschäftes in Sachsen-Anhalt der erste Auftrag der Polen. Bender verantwortete in dieser viele Jurisdiktionen umgreifenden Transaktion die steuerliche Strukturierung und verhandelte die betreffende Klausel im Kaufvertrag.

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