Schienenausbau

Thüringer Gleisbauer geht mit Gleiss Lutz an Colas Rail

Das französische Infrastrukturunternehmen Colas Rail hat den Thüringer Bahn- und Gleisbauer Hasselmann übernommen. Im Visier der Franzosen: das Eisenbahninfrastrukturpaket des Bundes.

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Ocka Stumm

Das mittelständische Unternehmen Hasselmann hat sich auf Bauprojekte rund um den Schienenverkehr spezialisiert. Genau auf diesen Teil des deutschen Eisenbahnmarktes hat es der französische Großkonzern Colas Rail abgesehen: Allein 2022 investieren Bund und Bahn 13,6 Milliarden Euro in Schienennetz, Bahnhöfe und Energieanlagen. Dabei gilt es, 1.800 Kilometer Gleis, 140 Eisenbahnbrücken und 2.000 Weichen zu sanieren und zu modernisieren. Bis 2030 sollen nach dem Willen des Bundesverkehrsministeriums 86 Milliarden Euro in die eisenbahntechnische Erneuerung fließen. 

Colas Rail machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 13,2 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit rund 60.000 Mitarbeitende. Die Hasselmann Gruppe beschäftigt rund 300 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 70 Millionen Euro.

Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

Florian Geiger

Berater Colas Rail
Gleiss Lutz (Stuttgart): Dr. Jochen Tyrolt, Johannes Schrägle (beide Federführung; beide Corporate/M&A), Dr. Ocka Stumm (Steuerrecht; Frankfurt), Dr. Tobias Boecken (Vertragsrecht; Berlin) Dr. Johannes Hertfelder (Kartellrecht), Dr. Andreas Neun (Regulatory; Berlin), Dr. Marc Ruttloff (Öffentliches Recht), Dr. Alexander Molle (Gewerblicher Rechtsschutz; Berlin), Dr. Jacob von Andreae (Außenwirtschaftsrecht; Düsseldorf), Muriel Kaufmann (Arbeitsrecht; Stuttgart), Dr. Jan-Alexander Lange (Finance; Frankfurt), Konrad Discher (Real Estate; Frankfurt); Associates: Bianca Moser (Steuerrecht; Frankfurt), Nikolas Frey, Dr. Lucas Hertneck (beide Corporate/M&A); Christian Ditté, Dr. Ulrike von Paris, Simone Lindenmüller (alle Vertragsrecht; alle Berlin), Maximilian Imre (München), Aaron Waible (Stuttgart; beide Corporate/M&A), Dr. Lukas Aberle, Tim Seiter (beide Kartellrecht), Kristina Müller (Regulatory; Berlin), Dr. Manuel Klar (Datenschutzrecht; München), Dr. Matthias Böglmüller (Arbeitsrecht; München), Matthias Hahn (Öffentliches Recht; Düsseldorf), Jan Hinrichs (Gewerblicher Rechtsschutz; Berlin), Jana Pinto Escaleira (Finance; Frankfurt), Lennart Förster (Außenwirtschaftsrecht; Düsseldorf).
KPMG (Stuttgart): Florian Geiger (Steuern) – aus dem Markt bekannt

Berater Hasselmann Gruppe:
WSP Wintzer Stauffenberg Pekruhl (Erfurt): Daniel Wintzer, Emanuel Pekruhl (beide Steuern/Vertragsrecht)

Hintergrund: Für die thüringisch-sächsische Steuer- und Rechtsboutique Wintzer Stauffenberg Pekruhl war dies ein Mandat mit Tragweite: Die Mittelstandsberater haben die Hasselmann Gruppe bei diesem Share-Deal umfänglich rechtlich und steuerlich beraten. Das Unternehmen gehört zum Mandantenstamm von WSP.

Gleiss Lutz hatte Colas Rail über die Vermittlung einer französischen Kanzlei bereits im vergangenen Jahr bei einem ersten Versuch, in Deutschland Fuß zu fassen, beraten. Die damalige Transaktion kam aber nicht zustande. Nun kam das Unternehmen direkt auf die Stuttgarter Wirtschaftskanzlei zu. Die Frankfurter Steuerpartnerin Stumm verantwortete seitens Gleiss Lutz die Steuerthemen. KPMG steuerte mit einem Team um den Stuttgarter M&A-Tax-Partner Geiger die Tax Due Diligence bei.

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