Gab es ein bestimmtes Erlebnis, das Ihre Berufswahl nachhaltig beeinflusst hat?
Vielleicht kein bestimmtes Erlebnis, aber mein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln hat mich entsprechend geprägt. Zu Beginn hatte ich noch den Wirtschaftsprüfer als mein Berufsziel identifiziert. Dass ich stattdessen die Steuerberatung als meine Passion entdeckt habe, ist im Wesentlichen dem herausragenden Talent von Professor Herzig zu verdanken, der in seinen Vorlesungen nicht nur mich, sondern auch zahlreiche andere Studierende in den Bann des Steuerrechts bzw. der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre gezogen hat.
Generell kann ich von Glück sprechen, dass ich sowohl im Studium als auch in meiner Berufspraxis stets auf (akademische) Lehrer:innen und Vorbilder getroffen bin, die mir das Steuerrecht mit authentischer Begeisterung vermittelt haben. Dies empfinde ich als Privileg und versuche nun, meine Kenntnisse und Erfahrungen mit ebensolcher Begeisterung an andere weiterzugeben – sei es im Arbeitsalltag an die Mitglieder meines Teams, bei Vorträgen und Schulungen an Kolleginnen und Kollegen innerhalb und außerhalb von RSM Ebner Stolz oder als Lehrbeauftragter im Hörsaal an Studierende der Universität zu Köln.
Was möchten Sie in Ihrem Leben unbedingt noch erreichen?
Im beruflichen Umfeld gibt es noch einige Ziele, die ich gemeinsam mit meinen Partnerkolleginnen und -kollegen bei RSM Ebner Stolz erreichen möchte. Das würde aber hier den Rahmen sicherlich sprengen.
Wenn ich mir vorstelle, was ich privat im Leben unbedingt noch erreichen möchte, dann ist das weniger ein ganz konkretes Projekt oder Ziel, sondern vielmehr der Wunsch, dass meine Kinder im Erwachsenenalter auf ihre Kindheit und Jugendzeit rückblickend sagen würden, dass sie mich als verlässlichen Wegbegleiter und tatkräftigen Unterstützer sowie liebevollen Vater wahrgenommen haben.
Wenn ich mich abseits dessen auf etwas festlegen müsste, was ich ganz konkret noch unbedingt erreichen möchte und was ich unmittelbar beeinflussen kann, dann fallen mir drei Punkte ein:
- Als gebürtiger Rheinländer, Bürger der Stadt Köln und Karnevalsbegeisterter möchte ich auf jeden Fall mal im Kölner Rosenmontagszug mitlaufen.
- In meiner Freizeit spiele ich gerne Volleyball und würde mit meiner Mannschaft gerne von der Landes- in die Verbandsliga aufsteigen.
- In unserer Familie spielen wir gerne Gesellschafts- und Kartenspiele. Gegen meine Frau würde ich wirklich gerne mal im Schach gewinnen. Wir sind beide keine passionierten Schachspieler, sodass wir nicht häufig spielen, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich jemals gegen sie gewonnen hätte.
Was tun Sie, um eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihren Mandanten aufzubauen?
Nach meiner Wahrnehmung ist Vertrauen die Keimzelle jeder guten Beziehung von Mandanten zu ihren Beratern. Sich das Vertrauen seiner Mandanten zu erarbeiten, ist aber keine Selbstverständlichkeit und geschieht nicht von heute auf morgen. Ich bin der festen Überzeugung, dass zunächst ein hoher fachlicher Qualitätsanspruch an die eigene Arbeit eine notwendige Voraussetzung für den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung darstellt.
Im Weiteren ist es mir wichtig, die individuellen Bedürfnisse des Mandanten und seine persönlichen Präferenzen zu ergründen. Dies erfordert viel Empathie, denn der Mandant möchte nicht nur ernst genommen, sondern auch tatsächlich verstanden werden. Ich höre daher zunächst viel zu und gebe den Mandanten viel Raum, ihre Sichtweisen zu äußern. Zu guter Letzt ist es mir wichtig, einen hohen Einsatz zu bringen sowie offen und transparent zu kommunizieren. Denn beides kann ein Mandant zurecht von seinem Berater erwarten.