Wie haben Sie Ihren Weg ins Steuerrecht gefunden?
Mein ursprünglicher Plan war es, Zahnmedizin studieren. Während meiner Schulzeit habe ich sogar ein Praktikum bei einem Zahnarzt begonnen. Doch als eines Tages ein Patient zu behandeln war, der sich fast die Zunge durchgebissen hatte, wusste ich: Das ist nichts für mich. Auf die Schnelle war dann nur noch ein Praktikumsplatz in der Steuerberatung frei. Was soll ich sagen? Aus dem „Notnagel“ entwickelte sich plötzlich echtes Interesse! Gefunden habe ich meinen Weg ins Steuerrecht also eher zufällig. Rückblickend muss ich allerdings sagen: Der „Umweg“ hat mich im Arbeitsleben genau dorthin gebracht, wo ich mich nicht wohler fühlen könnte.
Wie bleiben Sie in Ihrem Job motiviert, auch in stressigen Phasen?
Für mich ist dabei ein entscheidender Faktor das großartige Team, mit dem ich zusammenarbeite. Wir verstehen uns nicht nur als Einheit, sondern handeln auch wirklich so – jede und jeder bringt sich ein, unterstützt die anderen und gemeinsam meistern wir auch herausfordernde Phasen. Gerade wenn mal etwas länger dauert oder besonders viel zu tun ist, spüre ich, wie uns das als Team noch enger zusammenschweißt. Wir schaffen es, trotz des Stresses den Humor nicht zu verlieren und haben oft sogar Spaß an der gemeinsamen Herausforderung. Das gibt mir Energie und Motivation, weil ich weiß, dass ich mich auf meine Kolleginnen und Kollegen verlassen kann und wir zusammen mehr erreichen. Diese Teamdynamik macht für mich einen großen Teil der Freude an meinem Beruf aus und hilft mir, auch in anspruchsvollen Zeiten motiviert zu bleiben.
Wie lautete Ihre letzte ChatGPT-Anfrage?
Meine letzte ChatGTP-Anfrage ist wahrscheinlich keine, die man im steuerlichen Umfeld erwarten würde. Mein Prompt lautete: „Nenne mir ‚Eröffnungssätze‘, um ins Gespräch mit einer Kollegin bzw. einem Kollegen zu kommen“. Ich habe um Beispiele gebeten für die Boomer-Generation, die Millennials und die GenZ. Hintergrund war die bei EY intern jährlich stattfindende Tax & Law Fachtagung Südwest, die ich veranstalte und ich habe den Input für eine meiner Eröffnungsfolien zum Networking gebraucht. Ich habe herzlich gelacht, als ich das Ergebnis gesehen habe. Meinen Kolleginnen und Kollegen ging es am Tag der Veranstaltung ebenso. Von „Lass uns die Visitenkarten zücken und die alten Zeiten wieder aufleben lassen!“ bis zu „Was war dein ‚most unhinged‘ Arbeitsmoment dieses Jahr?“ waren einige sehr kreative und heitere Vorschläge dabei. Ich muss zugeben, bei dem einen oder anderen Begriff habe ich die jüngere Generation nach der Bedeutung fragen müssen.