Drei Fragen am Rande

Internationales Mindset, echter Produktivitätsmotor und Vertrauen auf beiden Seiten

Dr. Annette Rickert (43) ist seit Jahresbeginn Steuerpartnerin bei Gowling WLG am Standort Frankfurt. Die Rechtsanwältin und Steuerberaterin berät zu allen Bereichen des nationalen und internationalen Steuerrechts. Ihre Schwerpunkte liegen insbesondere bei M&A- und PE-Transaktionen, Restrukturierungen sowie Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen. Vor ihrem Wechsel war sie gut sechs Jahre als Senior-Managerin für PricewaterhouseCoopers (PwC) tätig.

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Welche Eigenschaften braucht man Ihrer Meinung nach, um in Ihrem Beruf erfolgreich zu sein?
Für eine Karriere in einer internationalen Kanzlei braucht man heute mehr als nur fachliche Exzellenz. Entscheidend sind Neugier, unternehmerisches Denken und die Fähigkeit, sich in einem immer dynamischeren Umfeld schnell zu orientieren. Genau das hat mich auch zu Gowling WLG geführt: Ich wollte nicht nur beraten, sondern mitgestalten, Verantwortung übernehmen und den neuen Standort in Frankfurt aktiv weiter aufbauen.

Was zusätzlich hilft? Ein internationales Mindset. Gowling WLG bietet mit seinem globalen Netzwerk die perfekte Plattform dafür. Wir arbeiten tagtäglich grenzüberschreitend, sodass man strategischer und breiter denkt. Zudem hilft Freude an neuen Technologien. Mit unseren KI‑Tools und KI-basierten Workflows strukturieren wir inzwischen komplexe Analysen viel schneller als früher. Erfolgreich ist, wer bereit ist, diese neuen Werkzeuge anzunehmen, weiterzuentwickeln und gekonnt im Team einzusetzen.

Wie nutzen Sie digitale Technologien in Ihrem Berufsalltag?
Technologie ist für uns längst kein Add-on mehr, sondern ein echter Produktivitätsmotor. Gerade im Steuerrecht, wo Datenmengen und Dokumentationspflichten stetig wachsen, nutzen wir bei Gowling WLG eine Kombination aus eigenentwickelten KI-Lösungen, den kanzleiweiten KI‑Tools und global erprobten Legal-Tech‑Systemen.

Durch KI‑gestützte Recherchen und Dokumentanalysen kann mein Team komplexe Fragestellungen heute in einem Bruchteil der früheren Zeit strukturieren. Dadurch bleibt mehr Raum für das, was in meinem Beruf wirklichen Mehrwert schafft: die strategische Beratung und persönlicher Mandantenkontakt. Besonders spannend am Einsatz digitaler Technologien finde ich, dass wir viele unserer Tools standortübergreifend weiterentwickeln. Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus Kanada, Großbritannien oder auch den Golfstaaten führt immer wieder zu neuen Impulsen.

Technologie ersetzt in meinem Team nicht die juristische Beurteilung, aber sie verschafft uns die Freiheit, die wirklich anspruchsvollen Teile unserer Arbeit mit voller Konzentration und gut vorbereitet anzugehen.

Was ist für Sie das Wichtigste im beruflichen Umgang mit Mandanten?
Ganz klar: Vertrauen! Und zwar das Vertrauen, dass wir nicht nur fachlich exzellent beraten, sondern die individuellen Themen der Mandanten ganzheitlich denken. Für mich bedeutet das, regelmäßig den Austausch zu suchen und unsere Mandanten auch durch komplexe Sachverhalte so zu führen, dass sie jederzeit handlungsfähig bleiben.

Die Möglichkeit, mein eigenes Mandatsportfolio weiterzuentwickeln, international noch mehr zu wachsen und gleichzeitig den jungen Standort Frankfurt aktiv weiterzuentwickeln, war für mich mit dem Wechsel zu Gowling WLG verbunden und außergewöhnlich reizvoll. Ich wollte unternehmerischer arbeiten und ein Umfeld, in dem Mandantenbeziehungen nicht verwaltet, sondern gelebt werden. Das schafft Vertrauen auf beiden Seiten.

Ganz gewiss hilft auch die Bewahrung des privaten Ausgleichs beim Umgang mit Mandanten. Auf dem Tennisplatz lerne ich stets, konzentriert zu bleiben, Situationen zu antizipieren und gleichzeitig flexibel zu reagieren – Fähigkeiten, die im Umgang mit Mandanten mindestens genauso wertvoll sind.

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