Drei Fragen am Rande

Krise als Chance, Erfahrung am Limit und ein Treffen mit einem großen Denker

Jobst Wilmanns (58) ist Partner und Leiter Transfer Pricing bei Deloitte in Frankfurt/Main. Zudem ist er Mitglied des Global TP Executive Boards und Lehrbeauftragter an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Teilen Sie unseren Beitrag
Jobst Wilmanns

Die Pandemie und die daraus resultierenden Homeoffice-Zeiten haben mich gelehrt, dass…
… man aus Krisen positive Inspirationen für die Zukunft gewinnen sollte. Entwicklungsfelder sind u.a. die Neujustierung der Balance zwischen Beruf und Familie, der mögliche Verzicht auf viele nicht notwendige Reisen, die Möglichkeiten der effizienteren Gestaltung des Tagesablaufs, die unverzichtbare Notwendigkeit der sozialen Interaktion mit seine Mitmenschen und Kolleg:Innen sowie die Aufforderung zu mehr Kreativität in der Freizeitgestaltung.

Welches Buch hat Ihnen zuletzt Freude gemacht?
Boris Herrmann: „Allein zwischen Himmel und Meer“. Das Buch hat mich insofern fasziniert, da er seine Erfahrungen von der Vendée Globale, der härtesten Segelregatta der Welt, sehr plastisch und eindrucksvoll schildert. Im Kontext der eigenen Herausforderungen imponierte mir besonders, wie er sich 80 Tage alleine auf dem Meer mit den Naturgewalten auseinandergesetzt, die hiermit verbundenen mentalen Herausforderungen bewältigt hat. Trotz der Einsamkeit haben die sozialen Kontakte ihm die notwendige Energie gegeben und er konnte seinen Idealismus, Sport und Sustainability (Klima- und Naturschutz) zu verbinden, realisieren.

Wenn Sie eine berühmte Persönlichkeit treffen dürften: wer wäre es und warum?
Helmut Schmidt, auch wenn er schon gestorben ist. Er ist für mich eine der größten Persönlichkeiten in der Nachkriegszeit, der getrieben war von seiner Intellektualität, seiner Authentizität, seiner Weitsicht und seinem Geschichtsbewusstsein sowie seine Fähigkeiten des analytischen Denkens und der Präzision in seinen Aussagen.

Artikel teilen