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18.09.2019

Hamburg: Strafrechtsboutique holt Verstärkung von Roxin

Der Strafrechtler Dr. Frédéric Schneider hat sich als Partner der Hamburger Boutique Laudon angeschlossen. Der 35-Jährige kam im August aus dem örtlichen Büro von Roxin, wo er zuletzt Senior Associate war. Die neue Einheit firmiert unter Laudon Schneider und will nun vor allem ihre Beratung im Wirtschafts-, Steuer- und Medizinstrafrecht ausbauen.

Frédéric Schneider

Frédéric Schneider

Die 2015 von Mirko Laudon gegründete Kanzlei zählt damit fünf Anwälte, darunter die beiden Namenspartner Laudon und Schneider, und drei angestellte Berufsträger. Bislang hat die Strafrechtsboutique nur sporadisch in Wirtschaftsstrafsachen und im Arzt- und Medizinstrafrecht beraten.

Schneider bringt von Roxin Know-how im Arzt- und Medizinstrafrecht, vor allem aber Steuer- und Wirtschaftsstrafrecht mit. Diesen Fokus will er in der breiter aufgestellten Einheit Laudon Schneider erweitern und vermehrt als Individualverteidiger arbeiten. Zu Schneiders prominentesten Mandaten zählt derzeit die Verteidigung eines ehemaligen Bankvorstands wegen Cum-Ex-Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln und die strafrechtliche Beratung im Zusammenhang mit den Ermittlungen im Gorch-Fock-Komplex. Roxin zählt nach Schneiders Weggang noch 15 Berufsträger, 5 davon sind Partner.

Laudon_Mirko

Mirko Laudon

Laudon hat sich nach seinem Studium 2015 selbstständig gemacht und seitdem seine Kanzlei mit zwei angestellten Anwälten aufgebaut. Einen Teil seiner Ausbildung absolvierte er bei dem prominenten Strafverteidiger Johann Schwenn, der für zahlreiche aufsehenerregende Mandate bekannt ist. Dazu gehört unter anderem die Verteidigung von Jörg Kachelmann oder die des ehemaligen Auslandsgeheimdienstchefs der DDR, Markus Wolf. Aus der Zeit mit dem als streitbar bekannten Schwenn bringt Laudon seine Spezialisierung auf sogenannte ‚Aussage gegen Aussage‘-Konstellationen mit.

Derzeit verteidigt er unter anderem einen Münchner Unternehmer am Landgericht München und in Lübeck in einem Verfahren wegen Abrechnungsbetrug, von dem mehrere Krankenkassen betroffen sind. (Christiane Schiffer)

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