Juve Plus IT-Dienstleister

Datev: Erstmals über eine Million Kunden

Die Datev hat die Umsatzzahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Zentrale Themen für den IT-Dienstleister sind Cloud- und KI-Lösungen sowie die weitere Umsetzung der E-Rechnungspflicht.

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Zum 30. Juni 2026 erreichte die Datev einen Umsatz in Höhe von 881 Millionen Euro, ein Plus von 8,8 Prozent. Bei der Kundenbasis wurde im Juni erstmals die Marke von einer Million übertroffen, zum Stichtag lag die Zahl bei exakt 1,01 Millionen. Seit Jahresbeginn ist das ein Zuwachs von mehr als 80.000. Zugleich zählte die Genossenschaft 40.176 Mitglieder und 9.015 Beschäftigte.

Für digitale Aufbruchstimmung unter den Mitgliedern sorgt das Thema KI. In der aktuellen Datev-Digitalisierungsumfrage gab gut die Hälfte der Kanzleien an, KI bereits regelmäßig zu nutzen. Im vergangenen Jahr war es noch ein knappes Drittel. Bei großen Kanzleien ist der Anteil auf fast drei Viertel gestiegen, von gut der Hälfte im Vorjahr. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Weiterentwicklung von Cloud-Lösungen. So werden die Nutzer der zentralen Anwendung Datev Kanzleimanagement ab Oktober auf die Cloud-Lösung migriert.

Appell zur E-Rechnung

Robert Mayr

Bei der Umsetzung der E-Rechnungspflicht stellt die Datev eine zunehmende Dynamik fest. Über die Systeme des IT-Dienstleisters liefen im ersten Halbjahr 2026 mehr als 51 Millionen E-Rechnungen. Im gesamten Jahr 2025 waren es gut 64 Millionen. Mit einem Anteil von unter 10 Prozent sei dies nach wie vor ein geringer Teil am Rechnungsaufkommen in Deutschland. „Bei einem Großteil insbesondere der kleineren Mittelständler steht das Thema nach wie vor nicht im Fokus. Von vielen Steuerberaterinnen und Steuerberatern wissen wir, dass ihre Mandanten die Übergangsfrist ausreizen wollen“, sagt Datev-CEO Dr. Robert Mayr. Er appelliert an die Unternehmen, bei der E-Rechnung nicht bis zum Auslaufen der Übergangsfristen zu warten. Für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 800.000 Euro wird die Ausstellung einer E-Rechnung ab dem 1. Januar 2027 verpflichtend.

In einer aktuellen Mitgliederbefragung zählen die Steuerberaterinnen und Steuerberater Überregulierung und Bürokratie zu den größten Herausforderungen für den Mittelstand. 83 Prozent der Befragten berichten, dass diese Faktoren die unternehmerischen Entscheidungen ihrer Mandanten spürbar beeinträchtigen.

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