Nordrhein-Westfalen

Quo vadis, Steuerfahndung?

Die Steuerfahndung in Nordrhein-Westfalen (NRW) bekommt 2024 eine zentrale Landesbehörde. Der Schritt ist einmalig in Deutschland, die Erwartungen sind groß. Aber eine Behörde allein löst nicht alle Probleme. Berater und und eine Fahnderin fordern, an weiteren Stellschrauben zu drehen.

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Die nordrhein-westfälische Steuerfahndung war in den 2010er Jahren für Schlagzeilen gut: Steuer-CDs, Banken-Fälle, Selbstanzeigen und Steuermehreinnahmen in Milliardenhöhe. In den letzten Jahren war es etwas ruhiger geworden. 2023 rückte die Steuerfahndung in zwei Zusammenhängen wieder mehr ins Licht der Öffentlichkeit. Erstens fand sie, etwas ungewöhnlich, die Aufmerksamkeit eines breiten Lesepublikums. Die Düsseldorfer Steuerfahnderin Birgit Orths veröffentlichte das Buch ,Als Steuerfahnderin auf der Spur des Geldes. Wie Kriminelle und Fehler im System uns Milliarden kosten‘. Die Mischung aus Roman und Sachbuch erhielt ein großes Medienecho. Zweitens tut sich auch strukturell etwas. Das NRW-Finanzministerium hat die Gründung einer zentralen Steuerfahndungsbehörde angekündigt: 2024 geht das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF) an den Start. Grund genug, einen Blick auf den aktuellen Zustand und die Pläne rund um die Steuerfahndung zu werfen. 

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