Im Gespräch

WTS-Vorstand Fritz Esterer: „KI wird Jobs in der Steuerbranche ersetzen“

Autor/en
  • Daniel Lehmann

Gut gelaunt empfängt Fritz Esterer seinen Besuch in der Münchner WTS-Zentrale. Sichtlich stolz ist der Vorstandsvorsitzende der Steuerberatungsgesellschaft auf die Räumlichkeiten, die WTS im Winter vergangenen Jahres bezogen hat – und natürlich auch auf das Geschäft seiner Einheit. Im Interview mit JUVE Steuermarkt erklärt Esterer, warum er manchmal lieber Techniker als Steuerberater einstellt, welche Rolle künstliche Intelligenz in der Beratung künftig einnehmen wird und wieso die Grenzen des Wachstums im Steuermarkt zwar für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, nicht aber für WTS gelten.

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„Der Trennungsprozess bei EY hätte sicher Jahre gedauert. Genug Zeit für uns, um uns darauf einzustellen, uns weiterzuentwickeln“, sagt Fritz Esterer.

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JUVE Steuermarkt: Sie haben sicherlich aufgeatmet, als Ernst & Young (EY) bekanntgegeben hat, die geplante Aufspaltung nun doch nicht zu vollziehen.
Fritz Esterer: EY ist einer unserer größten Wettbewerber. Ein weiterer Player, der vollständig auf das Prüfungsgeschäft verzichtet, hätte für uns eine neue, relevante Konkurrenz auf dem Markt dargestellt. Trotzdem wäre diese Situation nicht von heute auf morgen entstanden. Denn Prüfung und Beratung zu trennen, ist nicht ganz leicht. Die Prüfer sind bislang auf die Steuerberater angewiesen. Der Trennungsprozess hätte bei EY sicherlich einige Jahre gedauert. Also genug Zeit für uns, um uns darauf einzustellen, uns weiterzuentwickeln und zu wachsen.

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