Hintergrund Analyse

Die Top-Berater der Regionen: Neue Kanzleirankings für Mitte, Süd- und Ostdeutschland

Volle Auftragsbücher, wachsende Mandate rund um Unternehmensübergaben und ein struktureller Einzug von Private-Equity-Plattformen: Die aktuellen Regionalrankings von JUVE Steuermarkt zeigen drei Märkte, die unter unterschiedlichen Vorzeichen in dieselbe Richtung streben.

von Daniel Lehmann, Stephan Mittelhäuser, Luise Stein

Bild: stock.adobe.com | stgrafix

Nachfolge als überregionaler Konjunkturmotor

Ein Thema zieht sich durch die aktuellen JUVE Steuermarkt-Analysen in den Regionen: die Unternehmens- und Vermögensnachfolge. Ob Muth & Partner aus Fulda oder die an vielen Standorten abseits von Großstädten vertretene Beratungsgesellschaft Dornbach, ob der oberbayerische Full-Service-Berater Intaria oder die spezialisierte Münchner Einheit Dissmann Orth – allerorten verzeichnen die Kanzleien einen höheren Bedarf ihrer Mandanten nach Nachfolgeberatung, die durch Generationenübergang und den demografischen Wandel allgemein befeuert wird.

In Ostdeutschland kommt eine besondere Dynamik hinzu: Viele Unternehmer der Wende-Generation stehen nun vor der Aufgabe, Vermögen, Immobilien und gewachsene Strukturen geordnet zu übergeben. Die Nachfrage nach Beratung zu Schenkungsteuer, vorweggenommener Erbfolge und komplexen Umstrukturierungskonzepten steigt spürbar.

Private Equity: Plattformstrategie mit Reibungspunkten

Ebenfalls überregional präsent: der Einzug von Private-Equity-Kapital. Afileon, mit Hauptsitz in Oberhaching und Beteiligung der Partners Group, hat bundesweit mehrere Kanzleien integriert – darunter die dynamische Potsdamer Kanzlei Dr. Knabe. In der Region Mitte schließen sich kleinere Einheiten solchen Plattformen an, um den Investitionsdruck bei der Digitalisierung gemeinsam zu tragen.

Intaria verfolgt in Bayern mit Investor Waterland eine verwandte Strategie: Mittelstandsberatung mit grenzüberschreitendem Anspruch. Der Süden ist dabei mehr als ein regionaler Teilmarkt, sondern vielmehr ein Brennglas für die bundesweite Debatte: Kammerpräsident Prof. Dr. Hartmut Schwab lehnt PE-Beteiligungen im Steuermarkt klar ab – die Auseinandersetzung zwischen Plattformlogik und Berufsethos wird hier besonders deutlich ausgetragen.

Spezialisierung, Streit und Konjunkturdruck

Parallel zur Konsolidierung schreitet die Spezialisierung voran. So schärfen die Frankfurter Einheiten Schiff-Martini & Cie und Benefitax ihr Profil im internationalen Steuerrecht, im Osten zieht das Streitgeschäft wieder an: Betriebsprüfungen und finanzgerichtliche Verfahren nehmen zu, Kanzleien wie Roser aus Leipzig verstärken sich gezielt mit ehemaligen Finanzbeamten.

Zu den Rankings:

Mitte

Süden

Osten

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