WTS

Stand: 01.04.2022

Frankfurt

Bewertung

Die allerorten expandierende Steuerberatungsgesellschaft dürfte in der finanzsteuerlichen Beratung die größte Nutznießerin der strengeren Prüferrotation mit Blick auf das FISG werden, denn WTS ist beim Thema Finanzsteuern deutlich weiter als jede Next-Six-Gesellschaft, die sich durch das FISG ebenfalls Hoffnungen machen, mehr Finanzinstitutionen für ihr Beratungsgeschäft zu gewinnen. Tatsächlich ist WTS schon länger erste Herausforderin der Größen EY, KPMG und PwC und hat durch das FISG, das vor allem die Big Four als Bilanzprüfer auch in der Steuerberatung trifft, nun die Möglichkeit, endgültig zu den führenden Beraterinnen aufzuschließen. Mit der Übernahme einer Vielzahl von Finanzsteuern-expertinnen und -experten von EY – darunter dem 2021 zum Partner ernannten Matthias Schmidt sowie dem auf die Finanzbranche spezialisierten USt-Experten Nils Bleckmann – hat dies WTS auch personell unterstrichen. Die Gesellschaft konnte durch die Zugänge ihren Rang als Hauptberaterin der deutschen Niederlassungen der großen US-Banken sogar festigen. Zudem verfügt sie in der laufenden steuerlichen Beratung von Investitions- und Pensionsvehikeln deutscher Großkonzerne über mindestens genauso tiefe Beziehungen in die Dax-Welt wie die Big Four – mit dem Unterschied, dass dieses Geschäft durch potenzielle Prüferwechsel perspektivisch nicht infrage gestellt wird. Auch insofern trägt der stetige Ausbau des auf Versicherungen spezialisierten Teams zum Wachstum der Gesamtgesellschaft bei, weil in Unternehmen aller Couleur auch spezifische versicherungsteuerliche Fragen immer wichtiger werden. Ständig weiter entwickelt sich auch der Bereich Asset-Management: Während bei WTS – anders als in klassischen Steuerberatungs- und Prüfungshäusern – die Strukturierung von Investmentfonds und Investmentvehikeln seit Langem eine große Rolle spielt, hat zuletzt auch die Compliance-Beratung für Spezial- und PE-Fonds zugelegt, was ebenfalls bereits eine Folge der zunehmenden Trennung von Prüfung und Steuerberatung auch auf Ebene der Investoren und Fondsgesellschaften sein könnte. Zugleich erhöht die Gesellschaft durch das wachsende internationale WTS-Netzwerk ihre Sichtbarkeit für ausländische Fondsbetreiber zwar nach und nach, doch bleibt die internationale Aufstellung der größte Pferdefuß von WTS im Vergleich zu den Big Four.

Oft empfohlen

Dr. Philipp Besson (Versicherungsteuern), Dr. Steffen Neumann („glänzender Analytiker“, Wettbewerber)

Teamgröße

125, davon 13 Partner, rund 58 weitere Berufsträger

Schwerpunkt in

Frankfurt, Köln, München

Zugänge (Partner)

Nils Bleckmann (von Ernst & Young, Frankfurt)

Schwerpunkte

Regulierungsberatung, Investmentsteuern, Fondsstrukturierung, Fondstransaktionen, Steuerreporting für Finanzdienstleister, Betriebsprüfungen

Was andere sagen

„WTS ist noch besser als ihr Ruf.“

Kernmandantschaft

Fondsgesellschaften, Asset-Manager, Finanzinvestoren, Banken, Immobilienfonds, Family Offices, Versicherer, deutsche Großkonzerne

Top-Mandate

Allianz lfd. in der Compliance von Ertragsteuern, Versicherung-, Umsatz- u. personenbezogenen Steuern sowie Produktgestaltung; Siemens und andere Dax-Konzerne bei lfd. Beratung (Deklaration, JA, BP) und Strukturierung betrieblicher Pensions-Assets sowie produktbezogener Transaktionsberatung; Citi und andere US-Großbanken bei (Teil-)Übernahme von Steuerfunktionen (aus dem Markt bekannt)

Weitere Mandate

dt. Großbank bei steuerrechtl. Begleitung zivilrechtl. Streitigkeiten im Zshg. mit Cum-Ex-Transaktionen; lfd.: Sal. Oppenheim als ausgelagerte Steuerabteilung; div. Family Offices sowie US-Bank lfd. bei Compliance ihrer PE-Portfolios; Landesbank lfd. bei Ertrag- und USt; div. Versicherer u. Altersvorsorgeeinrichtungen bei Zielinvestments; div. HNI bei Steuerstrafverfahren zu strukturierten Kapitalanlagen