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Gerne ohne Titel: „Ich wollte das Fachliche vertiefen“

Autor/en
  • Daniel Lehmann

Allein aufgrund des Fachkräftemangels müssen sowohl Beratungsgesellschaften als auch Steuerfunktionen immer stärker auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen, die weder Juristen noch Steuerberater sind – also auf sogenannte Nicht-Berufsträger. In unserer Mini-Serie „Gerne ohne Titel“ stellen wir Ihnen fünf junge Menschen vor, die zwar keine Steuerberater sind, aber mittlerweile genauso wichtig für die Zukunft der Branche. Anna-Laura Jermanns von Bayer bildet den zweiten Teil unserer Reihe.

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Anna-Laura Jermanns Karriere ist alles andere als konventionell. Von Leverkusen aus entwickelt die Schweizer Wirtschaftswissenschaftlerin für Bayer Verteidigungsstrategien für globale Steueraudits. Dabei haben ihre Leidenschaft für das Kickboxen und ein Zertifizierungslehrgang im internationalen Steuerrecht sie zu einer Expertin für das Thema Tax Controversy gemacht. Dass sie sich mal intensiv mit Tax Controversy auseinandersetzen würde, hätte sich Anna-Laura Jermann während ihres Studiums wohl nicht erträumt. Und dann auch noch von Deutschland, genauer von Leverkusen aus. Denn Jermann ist Schweizerin – und studierte Wirtschaftswissenschaftlerin. Seit knapp zwei Jahren ist Jermann im Bereich ‚Tax Audit & Controversy‘ innerhalb der Steuerabteilung des Dax-Konzerns Bayer beschäftigt. Derzeit absolviert sie ein dreijähriges Assignment am Hauptsitz in Leverkusen – und kümmert sich vor allem um das globale Steuerrisiko-Reporting sowie die Betreuung internationaler Betriebsprüfungen. Eigentlich Tätigkeiten, um die sich normalerweise Steuerberater oder Juristen kümmern. „Es geht bei meiner Arbeit immer um die Frage: Was ist eine gute Verteidigungsstrategie? Und ich denke immer von der Betriebsprüfung aus“, erklärt Jermann ihre Aufgaben. Doch wie kam Jermann zu dem für ihren Werdegang zunächst eher untypisch anmutendem Tätigkeitsfeld? Von 2010 bis 2013 absolviert sie einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Basel. Von 2014 bis 2016 packt sie dann einen Master obendrauf – Schwerpunkt: Finance, Banking und Controlling. Zu einem kleinen Teil gehört das Steuerrecht hier schon zum Kanon, ist aber neben Marketing, Controlling, Finanzierung und HR einer von vielen Ausbildungsinhalten. Ein recht typisches BWL-Studium also.

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