Gen- und Zelltherapie

ArchiMed steigt mit Flick Gocke Schaumburg bei PlasmidFactory ein

Der transatlantische Private-Equity-Fonds ArchiMed hat sich am biopharmazeutischen Unternehmen PlasmidFactory in Deutschland beteiligt. Wesentliche Anteile verbleiben jedoch weiterhin beim Gründer der Gesellschaft. Über die prozentuale Aufteilung sowie den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. 

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Matthias Full

PlasmidFactory wurde zur Jahrhundertwende im nordrhein-westfälischen Bielefeld gegründet. Das Unternehmen stellt Plasmiden und Minicircles her, die zur Bekämpfung von Krankheiten, darunter etwa Krebs, Aids oder Mukoviszidose dienen. Zudem sind Plasmide eine Schlüsselkomponente für die Produktion von Covid-19-Impfstoffen. Nach eigenen Angaben verzeichnet das Unternehmen seit 2019 ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 100 Prozent. Mittels der Investition von ArchiMed soll der Bau einer größeren Produktionsanlage finanziert werden. 

Der Private-Equity-Fonds ArchiMed besitzt Niederlassungen in den USA und Europa. Ihr Kerngeschäft ist das Gesundheitswesen, insbesondere biopharmazeutische Produkte und Dienstleistungen, Life-Science-Tools, Medizintechnik, Diagnostik, Gesundheitstechnologien und Software/IT sowie Consumer Health. Insgesamt verwaltet ArchiMed über seine verschiedenen Fonds mehr als fünf Milliarden Euro.

ArchiMed hat sich neben weiteren strategischen und finanziellen Investoren bei der Transaktion durchgesetzt. Den Auktionsprozess organisierte die DZ Bank. 

Stefan Mayer

Berater ArchiMed Group
Flick Gocke Schaumburg (München): Matthias Full; Associate: Anne-Catherine Lorek (beide Private Equity/ Steuern) 
Jones Day (München): Stefan Schneider (Private Equity), Dr. Christian Fulda (Life Sciences), Heinz-Juergen Beninca (Kartellrecht; Frankfurt), Christian Trenkel (Immobilienrecht), Maximilian Baur (Arbeitsrecht), Bijan Tavakoli (Öffentliches Recht; Frankfurt); Associates: Julia Hornig (Patentrecht), Shajia Orbig, Frederic Oest (Finanzierung; Düsseldorf), Maximilian Schott, Thomas Hoff (beide M&A), Tanja Neumann (Kartellrecht; beide Frankfurt)

Berater PlasmidFactory
Gleiss Lutz (Düsseldorf): Dr. Thomas Menke (Federführung; M&A), Dr. Stefan Mayer (Steuern; Frankfurt), Dr. Jacob von Andreae (Öffentliches Recht), Dr. Alexander Molle (IP), Enno Burk (Arzneimittelrecht; beide Berlin), Konrad Discher (Immobilienrecht; Frankfurt); Associates: Dr. Fabian Mumme, Kai Zimutta (beide M&A), Dr. Leonhard Kornwachs, Dr. Dominik Monz, Bianca Moser (alle Steuerrecht; alle Frankfurt), Aylin Hoffs, Matthias Hahn (beide Öffentliches Recht), Mara Kerstan-Klie (Arbeitsrecht), Oliver Wolf (Gesellschaftsrecht; Stuttgart)

Berater DZ Bank
Inhouse Recht (Düsseldorf): Birgit Meyer zu Selhausen (Managing Director) – aus dem Markt bekannt

Notar
Notariat Hauschild Böttcher (Düsseldorf): Dr. Leif Böttcher – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Das Münchner Team von Flick Gocke Schaumberg beriet den Investor ArchiMed zu den steuerlichen Aspekten Tax Due Diligence, Strukturierung, SPA, SHA sowie Funds Flow. Bereits 2019 begleitete sie den Investor im Zuge einer Transaktion. Zwischenzeitlich griff ArchiMed auf andere steuerliche Berater zurück. 2021 mandatierte es beim Erwerb der Mehrheit an der Cube Biotech Gruppe ein Team von Ebner Stolz Mönning Bachem um den Stuttgarter Partner Alexander Euchner. Bei der aktuellen Transaktion kam Flick Gocke Schaumberg durch eine Empfehlung eines anderen Beraters ins Mandat. 

Das Münchner Partner-Gespann Schneider und Fulda von Jones Day ist seit mehreren Jahren für ArchiMed tätig. Sie waren ebenfalls an der der Seite von Ebner Stolz beim Erwerb der Cube Biotech involviert.

Gleiss Lutz beriet den Verkäufer ganzheitlich. Das Mandat zeichnete sich durch die komplexe Personengesellschaftsstruktur mit Immobilie sowie Rückbeteiligung des Hauptgesellschafters aus. Die steuerliche Federführung oblag dem Frankfurter Partner Mayer. PlasmidFactory holte die deutsche Großkanzlei erstmals aufgrund einer persönlichen Empfehlung mit an Bord. 

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