Pizza-Deal

Gastrokonzern AmRest kauft mit Warth & Klein Pizza Hut Deutschland

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  • JUVE

Die deutschen Restaurants der Pizza-Hut-Kette haben den Eigentümer gewechselt: Der polnische Restaurantbetreiber AmRest kaufte die Master-Franchiserechte der 69 Filialen von der US-amerikanischen Yum-Gruppe. An die Übernahme gekoppelt ist zudem eine Expansion in Deutschland auf bis zu 150 Restaurants.

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Buschmann_Till
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AmRest Holding erwarb die Master-Franchiserechte exklusiv und zunächst für einen Zeitraum von zehn Jahren. Zwei der aktuell 69 deutschen Pizza-Hut-Filialen hatte Yum bislang in Eigenregie betrieben. Die weiteren 67 Restaurants laufen unter Franchiseverträgen mit dritten Franchisenehmern. Mit dem neuen Franchisegeber plant das Pizza-Schnellrestaurant ein enormes Wachstum im deutschen Markt. So sieht die Vereinbarung vor, bis 2022 die Anzahl der Standorte in Deutschland um mehr als das Doppelte zu erhöhen. 

Erst Anfang 2016 hatte AmRest die 144 deutsche Cafés von Starbucks übernommen. Auch damals kündigte das Unternehmen eine Expansion in Deutschland an – motivierte Wachstumspläne sind bei Übernahmen dieser Art in der Systemgastronomie keine Seltenheit. Bislang konnte jedoch noch keine Neueröffnung eines Starbucks-Cafés verzeichnet werden. 

AmRest ist einer der größten Restaurantbetreiber in Zentraleuropa mit mehr als 1.300 Restaurants und Cafés in 13 Ländern, darunter KFC, Burger King und Starbucks. Rund 225 Pizza-Hut-Restaurants führt das Unternehmen bereits in Polen, Russland, Ungarn und Frankreich. Erst kürzlich erwarb der stark expandierende Gastrokonzern die 140 Pizza-Hut-Restaurants in Frankreich.

Berater AmRest
Warth & Klein Grant Thornton (Hamburg): Dr. Marion Frotscher (Federführung; Steuer-Due-Diligence), Lukas Vienenkötter (Senior Consultant Tax), Swetlana Massold (Consultant Tax)
Berwin Leighton Paisner (Frankfurt): Till Buschmann (Federführung; Gesellschaftsrecht/M&A), Stephan Krampe (Steuerrecht), Tina Siebenhaar (Immobilienrecht), Katharina von Rosenstiel (Berlin; Arbeitsrecht); Associates: Theresia Blath, Michaela Penkalla (beide Immobilienrecht)
Inhouse Recht (München): Joana Johannsen (Head of Legal Germany), Patrycja Pruchnicka (Legal Manager)

Berater Pizza Hut/Yum
Deloitte (Frankfurt): Keine Nennungen (Steuer-Due-Diligence) – aus dem Markt bekannt
Squire Patton Boggs (Berlin): Dr. Volker Heidbüchel (Federführung; Corporate), Tanja Weber (Arbeitsrecht); Associates: Dr. Sepp Wohlfarter (Corporate), Laura Sparschuh (Arbeitsrecht) – aus dem Markt bekannt
Gerns & Partner (Frankfurt): Dr. Christiane Mühe (notarielle Beurkundung) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (London): Lucy Paul (Senior Legal Counsel) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Die steuerliche Due Diligence begleitete aufseiten von AmRest erstmals ein deutsches Team von Warth & Klein. Der Kontakt kam aus dem internationalen Netzwerk, über das die Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bereits zuvor für den polnischen Restaurantbetreiber tätig war.

Die Mandatsbeziehung zwischen Buschmann und AmRest stammt noch aus Dentons-Zeiten, von wo der Frankfurter Partner im Frühjahr zu Berwin Leighton wechselte. Seinerzeit kam der Kontakt über das Warschauer Büro von Dentons zustande. So begleitete Buschmann noch unter Dentons-Fahne die Akquisition der deutschen Starbucks-Filialien sowie erst Anfang diesen Jahres die Übernahme von 15 KFC-Betrieben.

Über die Mandatsbeziehung des Berliner Squire-Partners Heidbüchel zu Pizza Hut ist nichts bekannt. In Berlin berät die Praxis insbesondere zu Immobilientransaktionen und verfügt über gute Kontakte zu ihren ausländischen Büros in den USA oder Großbritannine. So war Heidbüchel etwa an der Seite des Londoner Büros beim Kauf des Bezahldienstleisters Klarna durch die britische Kreditanbieterin Wonga beteiligt. (Anika Verfürth)

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